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Gescheiterte Olympia-Bewerbung : Hamburg bleibt auf Kosten sitzen

  • Aktualisiert am

Außer Spesen nichts gewesen: Hamburg bleibt auf Olympia-Kosten sitzen Bild: dpa

Erst das Scheitern, nun die Kosten. Der Olympiatraum brachte Hamburg nichts ein, außer Ausgaben in zweistelliger Millionenhöhe. Der Bund will sich nicht daran beteiligen.

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          Die Hansestadt Hamburg bleibt wohl auf den Kosten für die geplatzte Olympia-Bewerbung 2024 weitgehend sitzen. Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) habe eine Beteiligung an den Ausgaben in einem Schreiben an den Senat abgelehnt, bestätigte Sport-Staatsrat Christoph Holstein (SPD) am Donnerstag mehrere Medienberichte. Schätzungen zufolge liegen die Kosten bei rund 13 Millionen Euro. Holstein selbst sprach von einem niedrigen zweistelligen Millionenbetrag.

          Er bedauerte die Entscheidung des Bundesinnenministeriums, zeigte sich aber auch irritiert. Der Bund sei der Meinung, dass Kosten, die vor Gründung der gemeinsamen Bewerbungsgesellschaft entstanden seien, nicht übernommen werden könnten. Formaljuristisch sei das wohl korrekt, sagte er. Es habe jedoch zwingend schon vorher mit der Arbeit begonnen werden müssen, um die Zeitpläne einhalten zu können.

          Das Bundesinnenministerium hatte Mitte Juli vergangen Jahres erklärt, die Olympia-Bewerbung Hamburgs mit zehn Millionen Euro zu unterstützen. Der Haushaltsausschuss des Bundestages hatte dazu den Betrag im Nachtragshaushalt auch freigegeben und für 2016 und 2017 weitere Mittel in Höhe von 20 Millionen Euro in Aussicht gestellt.

          An der Bewerbungsgesellschaft waren neben dem Deutschen Olympischen Sportbund mit 51 Prozent auch die Hansestadt Hamburg mit 26 Prozent sowie der Bund mit 18 Prozent beteiligt. Die restlichen 5 Prozent hielten das Land Schleswig-Holstein, die Stadt Kiel und die Handelskammer Hamburg. Hamburgs Olympia-Bewerbung war gescheitert.

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