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Gerichtstermin : Haas muss seine Förderer auszahlen

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Geld zurück: Tommy Haas zahlt

Geld zurück: Tommy Haas zahlt Bild: dpa

Die 15 Förderer hatten die Ausbildung von Thomas Haas in der Tennis-Akademie von Nick Bollettieri mit jeweils 50.000 Mark finanziert.

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          Tennisprofi Thomas Haas muss über 500.000 Euro an seine früheren Sponsoren zahlen.

          Eine Förderer-Gemeinschaft mit 15 Mitgliedern, darunter „Focus“-Chefredakteur Helmut Markwort, hat am Donnerstag ihren Prozess gegen den 24-jährigen Hamburger auch in zweiter Instanz vor dem Oberlandesgericht München gewonnen (Az.: 19 U 3238/02). Revision gegen das Urteil wurde nicht zugelassen. Damit bestätigte das Gericht eine Entscheidung des Landgerichts München I aus dem März 2002.

          516.794 Euro nebst Zinsen

          Nach Angaben des Anwalts der „TOSA Tennistalentförderung GmbH“, Ulrich Lichtner, muss Haas 516.794 Euro nebst Zinsen an die einstigen Mäzene zahlen. Die Förderer hatten einst die Ausbildung des Spielers in der Akademie von Star-Trainer Nick Bollettieri in Florida finanziert. Insgesamt sind nach Angaben des Anwalts 750.000 Mark von 1990 bis 1994 in die Tenniskarriere des Teenagers geflossen.

          Im Gegenzug hatten sich die Förderer 1990 vertraglich 15 Prozent der Einnahmen ihres damals zwölfjährigen Schützlings bis zum Jahr 2004 gesichert. Doch als der Daviscup-Spieler sich ab 1999 in der Weltrangliste nach vorne kämpfte und begann, größere Summen zu verdienen, blieben die Zahlungen aus.

          Einnahmen 2002: 3,2 Millionen Dollar

          Mittlerweile ist der Olympia-Zweite von Sydney die Nummer eins im deutschen Tennis. Allein seine Einnahmen im Jahr 2002 werden auf rund 3,2 Millionen Dollar geschätzt. Seine einstigen Förderer verklagten Haas. Er wurde im März 2002 vom Landgericht München I zur Rückzahlung der Sponsorengelder verurteilt.

          Das Oberlandesgericht stützte sich bei der Entscheidung auf ein früheres Schuldanerkenntnis von Thomas Haas gegenüber der Förderer- Gemeinschaft. Nach Angaben der Vorsitzenden Richterin Ursula Lewenton hat der Jungstar vor einiger Zeit versprochen, die Verpflichtungen zu erfüllen.

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