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FC St. Pauli mit Sondertrikot : Genderstern statt Meisterstern

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Marcel Hartel vom FC St. Pauli beim Spiel gegen den 1. FC Nürberg Bild: Bergmann

Der Kiezklub ist für seine linksliberalen Positionen bekannt. Beim Spiel gegen Aufsteiger Magdeburg schmückt das Trikot der Hamburger ein Gendersternchen. Möglich macht das eine neue DFL-Richtlinie.

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          Der Fußball-Zweitligaverein FC St. Pauli wird im Spiel gegen den 1. FC Magdeburg mit einem Sondertrikot auflaufen. Um auf gendergerechte Sprache aufmerksam zu machen, ziert das braune Shirt ein Gendersternchen über dem Vereinswappen.

          „Wo bei anderen Klubs der Meisterstern prangt, strahlt bei uns das Sternchen des Nordens“, sagte Präsident Oke Göttlich. Seit zwei Jahren sei die Satzung des Klubs gegendert, „im Sprach- und Schriftverkehr nutzen wir den Genderstern regelmäßig. Für uns ist das mittlerweile Alltag“, betonte Göttlich. An „einigen Meinungsäußerungen in der Genderdiskussion“ erkenne man aber, „wie nötig das Ganze nach wie vor ist“.

          Damit positioniert sich der Klub einmal mehr deutlich zu einem gesellschaftspolitischen Thema. Der Kampf gegen Rassismus und Homophobie ist seit Jahren Teil der braun-weißen Identität. Der F.A.Z. sagte Göttlich im vergangenen Jahr, dass Nachhaltigkeits- und Diversitätsthemen im Fußball deshalb so wichtig seien, weil sie den „gesellschaftlichen Geist der notwendigen Veränderung mitatmen und unsere Zukunft mitdenken“. In seinem Klub würden solche Themen glücklicherweise „seit über 30 Jahren früher, deshalb häufig derber und härter diskutiert als bei anderen Vereinen, wo so etwas mitunter totgeschwiegen wird, weil der Fußball bloß nicht politisch sein sollte.“

          Das Gendersternchen ist Teil einer Saisonkampagne des Kiezklubs. Es ist laut Verein auf den Dauerkarten und Kommunikationsflächen zu sehen. Das Tragen eines solchen Sondertrikots sei möglich geworden durch eine neue Richtlinie der Deutschen Fußball Liga. Demnach dürfen zusätzliche Shirts in dieser Saison getragen werden, sofern sie Diversität oder Nachhaltigkeit zum Thema haben.

          Ihr Trikot lassen die Hamburger übrigens selbst produzieren. Sie tun das laut eigener Aussage, weil sie keinen Hersteller fanden, der den eigens gesetzten Standards der Nachhaltigkeit genügt.

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