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Hohe Strafe für Kyrgios : „Manchmal hat er seinen Kopf nicht an der richtigen Stelle“

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Cholerisch: der australische Tennis-Profi Nick Kyrgios nach einem verlorenen Match gegen den Russen Karen Chatschanow Bild: AFP

Zwei zertrümmerte Schläger und eine sechsstellige Geldstrafe: Der Australier Nick Kyrgios ist ausgerastet – und das nicht zum ersten Mal. Dem Tennisprofi drohen weitere Konsequenzen.

          Der australische Tennis-Profi Nick Kyrgios ist von der Tennis-Vereinigung ATP beim Masters-Turnier mit einer deftigen Strafe belegt worden. Für seine Undiszipliniertheiten im verlorenen Duell mit dem Russen Karen Chatschanow wurde er mit eine Geldbuße von 113.000 Dollar (101.000 Euro) belegt.

          Kyrgios hatte sich wiederholt mit dem irischen Schiedsrichter Fergus Murphy angelegt, zudem nahm er eine nicht genehmigte Toilettenpause, zertrümmerte in den Katakomben zwei Schläger und verweigerte am Ende den Händedruck mit dem Referee. Zudem hatte er in Richtung des Referees gespuckt, mit dem er in der Vergangenheit schon des Öfteren Dispute hatte. Außerdem bewarf der Weltranglisten-27. Zuschauer mit seinen Schuhen. Die ATP kündigte weitere Untersuchungen zu den Vorgängen rund um das Match an, die zu weitergehenden Geldstrafen und gar ein Spielverbot führen könnten.

          „Er hat wirklich ein großes Talent, aber manchmal hat er seinen Kopf nicht an der richtigen Stelle“, sagte sein Gegenspieler Chatschanow, der die Unruhe von Kyrgios ausnutzte und nach Satzrückstand den Achtelfinaleinzug in drei Sätzen perfekt machte.

          Erst im Mai hatte Kyrgios beim Masters-Turnier in Rom für einen Eklat gesorgt. Dort war er nach einem Punktabzug ausgeflippt, hatte einen Stuhl über den Court geworfen und den Platz verlassen. Daraufhin war er disqualifiziert worden.

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