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Frauenfußball : Zehntes Spiel, zehnter Sieg

  • Aktualisiert am

Abgehoben: Anja Mittag freut sich nach einem Traumtor Bild: dpa

Makellose Bilanz: Das bereits zuvor für die WM qualifizierte deutsche Frauenfußball-Nationalteam gewinnt auch das zehnte und letzte Spiel der WM-Qualifikation. Gegen Irland fallen aber weniger Tore als erwartet.

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          Durch ein 2:0 (2:0) gegen Irland hat die deutsche Fußball-Nationalmannschaft der Frauen aus einer starken WM-Qualifikation eine makellose gemacht. Bereits vor dem Anpfiff qualifiziert für das Turnier in neun Monaten in Kanada, gewann die DFB-Elf am Mittwochabend auch das zehnte von zehn Spielen in Gruppe eins. Im Stadion von Zweitliga-Aufsteiger Heidenheim sahen die 7028 Zuschauer dabei nach 26 Minuten das 1:0 durch Melanie Behringer. Für die Mittelfeldspielerin vom FC Bayern München war es das 100. Länderspiel. Anja Mittag traf zum 2:0 (33.).

          Wie beim glücklichen 3:2 im Hinspiel hatte der achtmalige Europameister aber zunächst Schwierigkeiten mit Irlands tief stehender Mannschaft. Der im Vergleich zum 4:1 am Samstag gegen Russland nur auf einer Position veränderten Offensive um Celia Sasic fehlte es an Präzision. Außer einem Distanzschuss von Dzsenifer Marozsan in der zweiten Minute gab es lange keine Torgelegenheit.

          Die Abwehr hatte dafür auch ohne die verletzten Nationalspielerinnen Nummer acht und neun, Lena Goeßling und Jennifer Cramer, keine Probleme mit Fiona O’Sullivan als einziger Stürmerin. Cramer litt an Rückenbeschwerden, Goeßling brach sich im Abschlusstraining den großen Zeh und fällt auch beim VfL Wolfsburg einige Wochen aus.

          Ballbesitz ohne Torerfolge

          Ausgerechnet eine gute Freistoß-Situation für Irland knapp außerhalb des Strafraums nutzte das DFB-Team zu seinen Gunsten. Megan Campbells Schuss ging in die Mauer, Deutschland schaltete blitzschnell um und schloss den Konter überlegt mit dem Treffer zum 1:0 ab. Behringer beschenkte sich zum Jubiläum selbst.

          Mittag erhöhte wenig später mit ihrem 31. Länderspieltreffer auf 2:0. Nachdem Behringers Versuch im Strafraum verunglückt war, verwandelte die 29-Jährige den Ball mit einem sehenswerten Volleyschuss. Eine Minute zuvor war ihr Versuch aus der Distanz noch auf dem Tor gelandet. Noch vor der Halbzeit verpasste Simone Laudehr das 3:0 knapp, als sie an den Pfosten schoss.

          Nach dem Seitenwechsel hatte Deutschland weiter deutlich mehr Ballbesitz, kombinierte ansehnlich, vergab aber auch beste Gelegenheiten. Die inzwischen eingewechselte Fatmire „Lira“ Alushi zielte nach 64 Minuten zu hoch und traf die Latte. Nach 75 Minuten schaltete sie zwar schnell und erkämpfte sich am Strafraum den Ball, zögerte dann aber zu lange mit dem Abschluss. Ihren Querpass konnte Mittag nicht mehr erreichen. Tabea Kemme vergab ihre beste Gelegenheit nach einem schönen Marozsan-Freistoß (78.).

          Nach dem letzten Pflichtspiel in diesem Jahr warten noch drei hochkarätige Testgegner auf die DFB-Elf: Frankreich, Schweden und in Wembley am 23. November England.

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