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Zweite Fußball-Bundesliga : „Löwen“ schwächeln

  • Aktualisiert am

Die Fürther Spieler feiern ihren Coup in München Bild: dpa

Der TSV München 1860 hat die Rückkehr an die Tabellenspitze der Zweiten Fußball-Bundesliga verpasst: der Aufstiegskandidat verlor im eigenen Stadion 0:3 gegen Greuther Fürth. Mainz rückte durch ein 3:1 gegen Wehen weiter vor.

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          Der SC Freiburg und Mainz 05 sind die großen Gewinner, dagegen verpasste der TSV 1860 München die Rückkehr an die Tabellenspitze und rutschte sogar aus den Aufstiegsplätzen. Am zehnten Spieltag der Zweiten Fußball-Bundesliga blamierten sich die „Löwen“ bei der 0:3-Derbypleite gegen Greuther Fürth am Sonntag vor der Rekordkulisse von 60.000 Zuschauern und fielen auf den fünften Platz zurück.

          „Fürth hat unsere individuellen Fehler ausgenutzt“, stellte Münchens Trainer Marco Kurz nach der ersten Heimniederlage enttäuscht fest.

          Freiburg und Mainz nutzten die Gunst der Stunde und setzten sich hinter Spitzenreiter Borussia Mönchengladbach auf die Ränge zwei und drei. Beim souveränen 2:0 gegen den FC St. Pauli verteidigte Freiburg seine makellose Heimbilanz. Erstliga-Absteiger Mainz machte bei der Stadioneinweihung in Wiesbaden keine Gastgeschenke und beendete mit dem 3:1 den Höhenflug von Neuling SV Wehen. „Es gibt Tage, da läuft halt nichts“, meinte Wehens Trainer Christian Hock.

          Knüller im Borussen-Park

          Zum Abschluss der Runde am Montag (20.15 Uhr, im FAZ.NET-Liveticker) kann Gladbach mit einem Sieg im Fußball-Klassiker gegen den 1. FC Köln die Tabellenführung ausbauen. Der Knüller im Borussen-Park ist mit 54.067 Zuschauern schon seit Wochen ausverkauft.

          Am Tabellenende gelang dem FC Erzgebirge Aue mit dem 3:0 über den FC Augsburg nach sechs sieglosen Spielen der Befreiungsschlag. Skerdilaid Curri, Tomasz Kos und Adam Nemec schossen Aue vorerst aus der Abstiegszone. Schlusslicht SC Paderborn wartet nach dem 2:2 im Kellerduell mit dem FC Carl Zeiss Jena weiterhin auf den ersten Saisonsieg, doch Trainer Holger Fach muss sich keine Sorgen machen. „Es gibt keine Trainerdiskussion“, stellte SCP-Präsident Wilfried Finke nach der Partie klar.

          Bei den Sechzigern ging alles schief

          In München stimmte die Kasse in der fast ausverkauften Allianz Arena, aber die drei Punkte gingen verdient nach Franken. Asen Karaslawow (45./86.) und Stefan Maierhofer (55.) wiederholten Fürths Erfolg aus der letzten Saison. „So ein guter Start mit so einer jungen Mannschaft - das ist prima“, sagte Trainer Bruno Labbadia, dessen Team die wenigen Chancen gegen eine schwache Abwehr eiskalt nutzte. Die Rote Karte für 1860-Verteidiger Mate Ghwinianidse (80.) machte den unglücklichen Tag der Sechziger perfekt.

          Wehens Premiere in der neuen Arena gegen eine clevere Mainzer Mannschaft ging völlig daneben. Ausgerechnet im ersten Spiel im ausverkauften Stadion kassierte der Aufsteiger vor 12.566 Zuschauern die erste Saisonniederlage. Damit Vrancic (14.), Neven Subotic (51.) und Felix Borja (76.) waren die Mainzer Torschützen im Nachbarschaftsderby.

          Lautern bangt um Fromlowitz

          Der SC Freiburg bleibt zu Hause eine Macht. Nach Toren von Karim Matmour (9.) und Henrich Bencik (59.) vor 23.000 Zuschauern feierten die Breisgauer im fünften Heimspiel den fünften Sieg, während der Aufsteiger aus Hamburger die dritte Auswärtsniederlage in Serie kassierte. Freiburgs Trainer Robin Dutt war mit seiner Mannschaft sehr zufrieden: „Die Qualität unserer Spieler hat sich durchgesetzt.“

          Beim emotionsgeladenen Südwestderby am Freitag erlebte der 1. FC Kaiserslautern einen rabenschwarzen Abend. Nach dem 0:1 gegen Aufsteiger Hoffenheim stecken die Pfälzer im Tabellenkeller fest. Die schwere Verletzung von Torwart Florian Fromlowitz macht die Misere noch schlimmer. Nach einer ersten Diagnose besteht der Verdacht eines Kreuzbandrisses im linken Knie, in dem zudem Meniskus und Außenband beschädigt sind. Fromlowitz droht das vorzeitige Saison-Aus.

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