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Zweite Fußball-Bundesliga : KSC erzwingt Entscheidungsspiele

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Einsatzwillen: Der KSC wehrt sich gegen den Abstieg und sichert sich den Platz in der Relegation Bild: dpa

Der Karlsruher SC wahrt seine Chancen auf den Klassenverbleib: Die Badener besiegen Eintracht Frankfurt 1:0 und gehen in die Relegation. Die beiden Ostklubs Cottbus und Aue bleiben sicher drin, Alemannia Aachen steigt ab.

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          Dank des 1:0-Sieges am 34. Spieltag der zweiten Fußball-Bundesliga über die Frankfurter Eintracht darf der Karlsruher Sport-Club weiter auf den Verbleib im Bundesligaunterhaus hoffen. Bereits nach neun Minuten erzielten die Badener an diesem Sonntag den Siegtreffer: Routinier Alexander Iashvili setzte im Sechzehnmeterraum seinen Mitspieler Sebastian Schiek mit einem cleveren Zuspiel in Szene, der den Ball auf Höhe des Fünfmeterraumes querlegte - genau in den Lauf von Elias Charalambous. Der Abwehrspieler traf aus kurzer Distanz ohne Probleme ins gegnerische Tor. Der KSC verteidigte im ausverkauften Wildparkstadion den Vorsprung bis zum Schlusspfiff und sicherte sich Tabellenplatz sechzehn - und damit die Relegation gegen den Abstieg. In dieser trifft die Mannschaft von Markus Kauczinski am 11. und 14. Mai auf Jahn Regensburg.

          Der FC Erzgebirge Aue bleibt zweitklassig: Im Saisonfinale machten die Sachsen durch einen 2:1 (1:0)-Heimerfolg gegen den VfL Bochum den Verbleib in der zweiten Liga perfekt. Vor 12.500 Zuschauern versetzten René Klingbeil (6.) und Skerdilaid Curri (66.) Fans und Mannschaft in einen Freudentaumel, nachdem Teamkollege Piere le Beau (57.) mit einem Eigentor noch mal für Spannung gesorgt hatte. Aue hat in der Endabrechnung als 15. zwei Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz.

          Aussetzer von le Beau bringt Aue in Bedrängnis

          Aue startete engagiert in die alles entscheidende Partie und wurde früh belohnt. Danach zogen sich die Gastgeber in die Defensive zurück, Bochum konnte seine Überlegenheit aber nicht ummünzen. Doch ein Aussetzer von le Beau brachte Aue in Bedrängnis - und Bochum zurück ins Spiel. Der Abwehrspieler köpfte bei einer Rückgabe an Torwart Martin Männel den Ball unhaltbar für den Keeper über diesen hinweg ins eigene Tor. Auf der Gegenseite traf Curri sechs Minuten nach seiner Einwechslung mit seinem einzigen Saisontor jedoch zum entscheidenden 2:1: Er überwand alleine vor dem Bochumer Keeper Michael Esser diesen mit einem herrlichen Lupfer.

          Geschafft: Adlung (im Foto links) trifft per Fernschuss zum 1:0 für Energie Cottbus Bilderstrecke
          Geschafft: Adlung (im Foto links) trifft per Fernschuss zum 1:0 für Energie Cottbus :

          Mit dem ersten Sieg nach zehn vergeblichen Anläufen hat Energie Cottbus die Klasse gehalten. Der ehemalige Bundesligaklub bezwang in einem spannenden, aber niveauarmen Derby den 1. FC Union Berlin mit 2:1 (0:0). Die Lausitzer, die vor 20.049 Zuschauern im „Stadion der Freundschaft“ äußerst nervös agierten, entgehen als Tabellen-Vierzehnter mit zwei Punkten Vorsprung auf den Karlsruher SC der Relegation. Den entscheidenden Treffer markierte Dimitar Rangelow in der 73. Minute. Es war das zwölfte Saisontor für die Leihgabe von Borussia Dortmund. Der Bulgare traf mit einem gut platzierten Freistoß aus etwa achtzehn Metern.

          Schlechteste Rückrunden-Mannschaft bleibt drin

          Energie, nach Punkten die schlechteste Rückrunden-Mannschaft, konnte auch gegen Union nicht überzeugen. Daniel Adlung (59. Minute) brachte die Gastgeber zwar trotz Berliner Chancenvorteilen mit einem Flachschuss in die rechte Torecke in Führung, doch praktisch im Gegenzug glich Chinedu Ede unbehelligt von der Cottbuser Abwehr mit einem wuchtigen Kopfball aus (61.). Markus Karl hatte zuvor einen Elfmeter für die Berliner nur an die Lattenunterkante (41.) geschossen, nachdem der erste erfolgreiche Versuch zurückgepfiffen worden war.

          Aachens Aufbäumen kommt zu spät

          Abgestiegen ist indes der Traditionsverein Alemannia Aachen. Trotz eines 2:1 (2:1)-Sieges beim TSV 1860 München muss die Alemannia den Gang in die Dritte Liga antreten. Das Aufbäumen unter Ralf Aussem, dem dritten Trainer in der verkorksten Saison, kam zu spät. Albert Streit (10. Minute) und Alper Uludag (21.) erzielten die vorerst letzten Zweitliga-Tore für Aachen. Vor 25.100 Zuschauern in der Münchner Arena war Stefan Aigner in seinem letzten Spiel für die „Löwen“ zum 1:1 erfolgreich (18.). Offensiv gingen beide Mannschaften zu Werke, es entwickelte sich ein flotter Schlagabtausch mit vielen Torraumszenen. Aachen stemmte sich - unterstützt von rund 2000 mitgereisten Fans - gegen den Abstieg. Routiner Streit staubte ab, Sturmspitze Uludag erzielte ein sehenswertes Tor. Nur die Schützenhilfe von Bundesliga-Aufsteiger Eintracht Frankfurt beim 0:1 in Karlsruhe blieb aus. Enttäuscht sanken die Alemannia-Profis nach dem Schlusspfiff auf den Rasen. Der Verein stehen schwere Wochen bevor.

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