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Zweite Fußball-Bundesliga : FSV Frankfurt beendet seine kleine Krise

  • -Aktualisiert am

Geht doch: Die Bornheimer beglückwünschen sich in Bochum Bild: dpa

Nach zuletzt drei Niederlagen schafft der FSV in Bochum die Wende: Beim 3:1-Sieg spielen die Bornheimer dabei so selbstbewusst und effektiv auf, als sei vorher nichts gewesen.

          2 Min.

          Es war ein haarsträubender Fehler, aber Patric Klandt schmunzelte trotzdem. Der Torhüter des FSV Frankfurt ließ am Dienstagabend einen vor ihm aufspringenden, harmlos aussehenden Flankenball passieren, so dass der Bochumer Fußballprofi Yusuke Tasaka den Ball nur noch in das leere Tor köpfen musste. Doch Klandt konnte sich seine Gelassenheit erlauben, schließlich handelte es sich lediglich um das 1:3 (87. Minute) des VfL. Es war also ein kleiner Schönheitsfehler, denn zuvor hatten Nils Teixeira (21.), Edmond Kapllani (54.) und John Verhoek (60.) mit ihren Treffern den souveränen Auftritt der Bornheimer in der Fremde gekrönt. Die beendeten mit ihrem ersten Zweitliga-Sieg gegen Bochum ihre Negativserie von drei Niederlagen nacheinander. Zum Lohn kletterte der FSV, der mit einer kompakten Mannschaftsleistung und flottem Offensivspiel (16 Torschüsse) überzeugte, mit nun 24 Punkten auf den siebten Rang. „Mich hat besonders gefreut, dass wir das Verhältnis zwischen Defensivarbeit und Offensivleistung gut hinbekommen haben“, sagte Sportchef Uwe Stöver.

          Trainer Benno Möhlmann hatte sich für zwei Wechsel entschieden. Diesmal vertraute er Stürmer Verhoek und Mittelfeldspieler Yannick Stark von Anfang an, dafür waren Moise Bambara und Odise Roshi nur Ersatzspieler. Trotz seiner Negativerlebnisse startete der FSV vor 8400 Zuschauern selbstbewusst, ganz so, wie es Möhlmann gefordert hatte. Vor allem auf der linken Seite machten die Frankfurter Druck. Dort waren ihre Freiräume auch groß. Und so war es kein Wunder, dass der linke Außenbahnspieler Mathew Leckie den Führungstreffer (21.) des Linksverteidigers Teixeira vorbereitete. Gegen dessen plazierten Distanzschuss zum 1:0 hatte der Bochumer Torhüter Philipp Heerwagen keine Chance. „Ich lobe sehr ungern“, sagte Stöver. „Aber Nils Teixeira und die beiden Sechser Yannick Stark und Manuel Konrad haben herausragend gespielt.“ Acht Minuten später hätte auch Michael Görlitz beinahe davon profitiert, dass der VfL seine Deckungsarbeit sträflich vernachlässigte. Nur diesmal konnte Heerwagen den Ball gerade noch zur Ecke abwehren. Das Gleiche gelang ihm eine Minute später, abermals wurde er von Görlitz geprüft. Vermutlich chancenlos wäre Heerwagen jedoch gewesen, wenn in der 33. Minute der Pass von Stark beim lauernden Verhoek angekommen wäre. Die Bochumer indes hatten ihre beste Möglichkeit kurz vor der Pause, als Michael Ortega nur das Außennetz des FSV-Tores traf.

          Viel effektiver waren die Bornheimer. Es war peinlich, wie sich der VfL-Defensivspieler Marcel Maltritz auf der linken Seite von Stark ausspielen ließ. Aber Kapllani war das egal, der Angreifer verwertete das Zuspiel per Drehschuss zum 2:0 (54.). Damit feierte der Albaner seinen sechsten Saisontreffer im 16. Spiel. Heerwagen hingegen wird immer mehr zum Ärgernis für seinen Verein. Denn nach seinen Patzern beim Misserfolg in Köln folgte ein kurioser im Duell mit den Hessen, ließ der Neunundzwanzigjährige doch einen harmlosen Flankenball von Konrad unbedrängt durch seine Hände gleiten. Nutznießer war Verhoek, der freie Bahn zum 3:0 (60.) hatte. Auch Klandt unterlief beim 1:3 sprichwörtlich ein Missgeschick. Nur nahm ihm das keiner übel, „der Ball hatte einen unheimlichen Drall, weshalb das richtige Stellungsspiel schwer ist“, sagte Stöver. Und Kapitän Björn Schlicke meinte: „Die drei Punkte tun uns sehr gut.“ Der Frust wurde diesmal auf der anderen Seite geschoben.

          2. Bundesliga, 16. Spieltag

          VfL Bochum - FSV Frankfurt 1:3 (0:1)
          Zuschauer:
          8365
          Tore: 0:1 Teixeira (21.), 0:2 Kapllani (54.), 0:3 Verhoek (60.), 1:3 Tasaka (87.)

          1. FC Kaiserslautern - Jahn Regensburg 1:1 (1:1)
          Zuschauer: 24 297
          Tore: 0:1 Haag (14.), 1:1 Bunjaku (45.+1)

          TSV 1860 München - SC Paderborn 1:0 (1:0)
          Zuschauer: 13 300
          Tor: 1:0 Lauth (38.)

          Dynamo Dresden - VfR Aalen 0:0
          Zuschauer: 18 758
          Rote Karte: Brégerie (17./Tätlichkeit) / -

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