https://www.faz.net/-gtl-y3d0

Zweite Fußball-Bundesliga : Aue wird im Februar Herbstmeister

  • Aktualisiert am

Aues Enrico Kern (Mitte blau) trifft gegen Frankfurts Torwart Patric Klandt zum 1:0 Bild: dpa

Nach zwei Niederlagen scheint der Höhenflug von Erzgebirge Aue in der zweiten Liga beendet. Doch mit dem 3:1 gegen Frankfurt ist man plötzlich wieder im Aufstiegsgeschäft. Zudem sicherte sich Aue mit dem Erfolg die Herbstmeisterschaft.

          2 Min.

          Der FC Erzgebirge Aue ist wieder in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Das Team von Trainer Rico Schmitt bezwang am Dienstag im Nachholespiel des 17. Spieltages den FSV Frankfurt mit 3:1 (1:0). Die 7150 Zuschauer im Erzgebirgsstadion konnten sich bei eisigen Temperaturen durch die Treffer von Enrico Kern (41), Tobias Kempe (69.) und Skerdilaid Curri (89.) wieder über einen „Dreier“ ihrer Mannschaft freuen. Gjasula hatte in der 65. Minute zwischenzeitlich ausgeglichen. Aue klettert damit mit 37 Punkten auf den vierten Tabellenrang und holte sich kurioserweise im Februar nachträglich den inoffiziellen Titel eines Zweitliga-Herbstmeisters.

          „Wir haben das Glück gezwungen. Die Mannschaft hat gekämpft, aber auch spielerisch einiges gezeigt. Wir brauchen uns mit dieser Leistung nicht zu verstecken“, resümierte Schmitt, der erneut auf seinen Defensivspezialisten Oliver Schröder verzichten musste. Auch Neuzugang Kevin Stephan stand noch nicht im Aufgebot. Im Vergleich zum Osnabrück-Spiel, in dem das Team die erste Heimniederlage seit dem 29. August 2009 kassiert hatte, stellte Schmitt nicht ganz so offensiv auf. Im Sturm war Enrico Kern die einzige Spitze.

          Die „Veilchen“ schlagen zurück

          Dennoch präsentierten sich die „Veilchen“ in den Anfangsminuten angriffsfreudiger als zuletzt und kamen durch Marc Hensel (13.) und Adli Lachheb (14.) zu zwei Großchancen. Danach hatte Aue aber einige Male Probleme im Kombinationsspiel. Dies nutzte Frankfurt, um Martin Männel in der 31. Minute durch Marc Gallego zum ersten Mal richtig zu prüfen. Zuvor hatte Abwehrmann Pierre Le Beau seine fünfte Gelbe Karte gesehen und fehlt somit im Spiel in Duisburg am Sonntag.

          Der FSV zeigte sich immer wieder anfällig auf der linken Abwehrseite. Dies nutzte Jan Hochscheidt in der 41. Minute, als er in den Strafraum flankte und Kern zum 1:0 einschoss. „Es war enorm wichtig, eine Reaktion auf die beiden Niederlagen zuletzt zu zeigen. Das Tor fiel auch zu einem sehr günstigen Zeitpunkt“, meinte der Torschütze.

          Nach dem Pausentee knüpfte der Gastgeber sofort an die gute Phase in der ersten Halbzeit an und drückte in den ersten zehn Minuten enorm aufs Tor. Dabei hatte Hochscheidt (53.) die größte Chance, auf 2:0 zu erhöhen, scheiterte aber an Klandt. Danach schaltete Aue aber einen Gang zurück, was sich mit dem Ausgleich rächte.

          Nur vier Minuten später schlugen die „Veilchen“ aber durch Kempe zurück und gingen wieder in Führung. Für Aufregung sorgte noch Curris Ball an das Lattenkreuz. Nach hitzigen Schlussminuten und dem 3:1 konnte das Erzgebirge wieder jubeln. Vom möglichen Aufstieg will die Mannschaft aber nichts wissen. Innerhalb von zehn Tagen will Trainer Schmitt seinen auslaufenden Vertrag verlängern, vorher aber einige sportlich bedeutende Fragen mit Blickrichtung Zukunft klären.

          Weitere Themen

          Pechsteins Konter

          Eisschnelllauf-Streit : Pechsteins Konter

          Nächste Runde im Kleinkrieg auf der Eisbahn. Nun wirft Claudia Pechstein dem DESG-Sportdirektor Matthias Kulik „vorsätzliche Schädigung“ ihres „sportlichen Weges und Umfeldes“ vor.

          „Die Stars haben geliefert“

          Para-Leichtathletik : „Die Stars haben geliefert“

          Neun Monate vor den Paralympics haben die deutschen Leichtathleten bei der WM in Dubai überzeugt. Die Asse um Weitspringer Markus Rehm und Sprinter Johannes Floors holten sechs Goldmedaillen.

          Topmeldungen

          Kein grünes Licht für Ungar : Von der Leyen kann noch nicht aufatmen

          Der Start von Ursula von der Leyens neuer EU-Kommission bleibt in der Schwebe: Der Kommissarkandidat aus Ungarn muss in die Nachbefragung. Und wegen Großbritanniens Weigerung, vor den Neuwahlen einen Bewerber zu nominieren, leitet Brüssel derweil ein Strafverfahren ein.
          Ort einer Tragödie: S-Bahnhof Frankenstadion in Nürnberg (Archivbild)

          Am S-Bahnsteig : Stoß mit tödlichem Ende

          Zwei Jugendliche sind in Nürnberg angeklagt, zwei Schüler ins Gleisbett geschubst zu haben. Die beiden Jungen hatten keine Chance: Den Angriff konnten sie nicht sehen – die Täter standen hinter ihnen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.