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Zweite Bundesliga : Karlsruher Rückschlag im Aufstiegsrennen

  • Aktualisiert am

Keine Tore gab es im Schnee bei Dresden gegen Bochum Bild: dpa/dpaweb

Der VfL Bochum und Alemannia Aachen marschieren im Schongang der Fußball-Bundesliga entgegen. Dagegen erlebte der Karlsruher SC einen rabenschwarzen Tag im Rennen um den Aufstieg.

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          Der VfL Bochum und Alemannia Aachen marschieren im Schongang der Fußball-Bundesliga entgegen, dagegen erlebte der Karlsruher SC einen rabenschwarzen Tag im Rennen um den Aufstieg. Den Nordbadenern droht nach dem 1:4-Debakel am Sonntag bei der Spielvereinigung Unterhaching sogar der Absturz auf den siebten Tabellenplatz, wenn der SC Freiburg zum Abschluß des 23. Zweitligaspieltags am Montag (20.15 Uhr/DSF live) gegen 1860 München nicht verliert.

          Der VfL Bochum (46 Punkte) enttäuschte beim torlosen Remis bei Dynamo Dresden, so daß Alemannia Aachen (42) mit dem 2:0 bei der LR Ahlen bis auf vier Zähler an den Spitzenreiter herankam. Aufsteiger SC Paderborn (36) ist nach dem 1:1 am Freitag in Fürth Tabellendritter. Im Kampf um den Klassenverbleib landete Kickers Offenbach mit dem 2:0 gegen Eintracht Braunschweig nach sechs Heimpleiten hintereinander den ersten Befreiungsschlag. Beim Heimdebüt von Trainer Wolfgang Frank trafen Mamadou Diabang (39./Handelfmeter) und Regis Dorn (89.).

          Bittere Lektion für Karlsruher SC

          Hannes Bongartz, der nach 18monatigem Ruhestand als Trainer in Siegen in den Profifußballball zurückkehrte, hatte kein Glück. Nach starker Leistung verloren die Sportfreunde durch die Tore von Marcel Schied (68.) und Miso Brecko (80.) mit dem 0:2 bei Hansa Rostock und fielen erstmals in dieser Saison auf einen Abstiegsplatz zurück. „Die Mannschaft hat sich hervorragend verkauft. Ich bin nach wie vor 100 Prozent vom Klassenerhalt überzeugt“, sagte Bongartz (Siehe auch: 2. Bundesliga: Ergebnisse und Tabelle).

          Nach einer Serie von fünf Spielen ohne Niederlage mußte der KSC eine bittere Lektion einstecken, während die Hachinger mit nur noch zwei Punkten Rückstand auf einen Aufstiegsrang von höheren Zielen träumen dürfen. Stefan Buck (7./Foulelfmeter), Darlington Omodiagbe (27.), Paul Thomik (29.) und Patrick Ghigani (49.) bauten vor 3.800 Zuschauern die Erfolgsserie der seit sieben Heimspielen ungeschlagenen Spielvereinigung aus. Giovanni Federico (51.) traf für den chancenlosen KSC.

          Führungstor nach 34 Sekunden

          Aachens Fans hatten im Ahlener Wersestadion bereits 34 Sekunden nach dem Anpfiff Grund zum Jubeln, als Sascha Rösler die Führung erzielte. Doch nach dem Traumstart blieb Aachen den Beweis einer erstklassigen Mannschaft schuldig, brachte aber mit viel Glück und dem 2:0 von Marius Ebbers (85.) den unverdienten Sieg über die Runden. „Wer oben steht, hat das Glück“, kommentiere Aachens Coach Dieter Hecking.

          Auch Bochum konnte sich vor knapp 12.000 Zuschauern in Dresden nicht für die Bundesliga empfehlen und bot gegen den Abstiegsaspiranten eine erschreckend schwache Leistung. Als einzige gefährliche Aktion konnte VfL-Trainer Marcel Koller eine Chance des Brasilianers Edu (39.) notieren.

          „Alles ist möglich“

          Bereits am Freitag hatten sich SC Paderborn und Energie Cottbus nachhaltig in die Liste der Aufstiegsanwärter eingereiht. Der Aufsteiger aus Ostwestfalen baute mit dem 1:1 bei der Spielvereinigung Greuther Fürth seine Erfolgsserie auf sieben Spiele ohne Niederlage aus, und Trainer Jos Luhukay schließt einen Durchmarsch nicht mehr aus: „Alles ist möglich.“

          Auch in der Lausitz wird von der Rückkehr in die erste Liga geträumt. „Wir blicken nach oben“, sagte Trainer Petrik Sander, der beim 4:1 gegen Burghausen seine anfänglichen „Schlafmützen“ mit einer lautstarken Pausenpredigt aufweckte: „Ich habe schon gebrüllt, und wenn die Mannschaft das immer braucht, kriegt sie es auch.“

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