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Zweite Bundesliga : Energie Cottbus lahmt im Schlußspurt

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Gregg Berhalter, Kapitän von Energie, ist bedient Bild: REUTERS

Zittern bei Energie Cottbus: Mit dem zweiten Patzer hat der Aufstiegsanwärter aus der Lausitz seinen Vorsprung fast völlig verspielt und bei den Konkurrenten wieder Hoffnungen auf die Fußball-Bundesliga geschürt. Die Münchner „Löwen“ atmen auf.

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          Zittern bei Energie Cottbus, Aufatmen beim TSV München 1860: Mit dem zweiten Patzer innerhalb von nur vier Tagen hat der Aufstiegsanwärter aus der Lausitz seinen komfortablen Vorsprung fast völlig verspielt und bei den Konkurrenten wieder Hoffnungen auf die Fußball-Bundesliga geschürt.

          Cottbus verlor am Sonntag bei Aufsteiger Kickers Offenbach 0:2 und liegt nun nur noch einen Punkt vor der Spielvereinigung Greuther Fürth sowie zwei Punkte vor dem SC Freiburg und dem Karlsruher SC. Entwarnung bei den „Löwen“: Der Münchner Traditionsklub besiegte im Kellerduell des 33. Spieltags den 1. FC Saarbrücken 1:0 und schickte die Saarländer damit als dritten Verein in die Regionalliga.

          „Es gibt keinen Grund die Nerven zu verlieren“, hatte Energie-Trainer Petrik Sander nach der Nullnummer am Mittwoch gegen Dynamo Dresden den Druck von seinem Team nehmen wollen. Doch auch beim Aufsteiger aus Hessen, der sich mit dem Sieg durch einen Doppelpack von Regis Dorn aller Abstiegssorgen entledigte, agierten die Lausitzer ängstlich sowie mit sichtbar schweren Beinen und büßten damit innerhalb nur weniger Tage ihren komfortablen Vorsprung von sechs Punkten auf Verfolger Fürth fast völlig ein. Selbst aus der gelb-roten Karte für den Offenbacher Christian Pospischil (74.) konnten die Cottbuser keinen Vorteil ziehen.

          Dank der Ausrutscher von Cottbus darf sich Fürth wieder berechtigte Hoffnungen auf den ersehnten Aufstieg machen. Das Team von Trainer Benno Möhlmann entledigte sich am Sonntag durch die Tore von Andre Mijatovic und Christian Eigler seiner Pflichtaufgabe gegen Hansa Rostock und verkürzte den Abstand auf die Lausitzer auf nur noch einen mageren Punkt. Auch der Karlsruher SC ist wieder dabei: Das Team gewann beim Spitzenreiter VfL Bochum 3:2 und hat damit auch noch Aufstiegschancen. Nach dem Patzer der Lausitzer ist selbst der SC Freiburg wieder zurück im Aufstiegsrennen: Die Breisgauer unter Trainer Volker Finke gewannen am Sonntag bei Alemannia Aachen 1:0, das goldene Tor erzielte Soumaila Coulibaly. Bei einem weiteren Ausrutscher von Cottbus hätte Freiburg am letzten Spieltag mit einem Sieg im Aufstiegskrimi gegen Fürth die direkte Rückkehr in der Bundesliga doch noch selbst in der Hand.

          Nach Schlußlicht Sportfreunde Siegen und LR Ahlen muß auch Saarbrücken absteigen. Auch die Entlassung von Trainer Rudi Bommer nutzte den Saarländern vor rund 60.000 Zuschauern nichts, Co-Trainer Didier Philippe mußte sich nach dem Tor des Tages durch „Löwe“ Patrick Milchraum mit dem Abstieg aus der zweiten Liga abfinden. Mit drei Hinausstellungen erwiesen sich die Saarländer aber als schlechte Verlierer. Dresden kam gegen Ahlen vor 22.830 Zuschauern zu einem 3:1-Sieg und bewahrte sich damit vor dem letzten Spieltag seine Chancen auf den Klassenverbleib.

          Endgültig gerettet ist Aufsteiger Eintracht Braunschweig: Die Niedersachsen besiegten Unterhaching 3:0 und machten damit schon vor dem letzten Spieltag den Klassenverbleib perfekt. Im Abstiegsduell mit Dresden haben die Oberbayern aber mit drei Punkten mehr und dem leicht günstigeren Torverhältnis die besseren Karten. Dresden muß in Rostock antreten, Unterhaching empfängt Bochum.

          Erzgebirge Aue kam beim 2:0 beim SC Paderborn zu seinem fünften Auswärtssieg. Siegen verabschiedete sich mit einem Heimerfolg aus der zweiten Liga, das Team bezwang Wacker Burghausen 2:1.

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