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1:2-Niederlage gegen Hannover : Ducksch trifft Darmstadt

  • -Aktualisiert am

Enttäuschende Leistung: Es fehlt bei Darmstadt an Stringenz im Offensivspiel. Bild: dpa

Darmstadt verliert gegen Hannover trotz einer starken Schlussphase 1:2. Für die „Lilien“ wird deutlich: Für Punkte braucht die Mannschaft ihre volle Leistungsfähigkeit.

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          Nach knapp der Hälfte der Zweitligasaison wird deutlich: Um zu siegen oder zu punkten, müssen die „Lilien“ (fast) ihre volle Leistungsfähigkeit auf den Rasen bringen. Dann sind sie in der Lage, jedem Gegner erfolgreich zu begegnen. An Tagen jedoch, an denen der Plan nicht aufgeht und die Stringenz im Offensivspiel fehlt, geraten sie fast unausweichlich ins Hintertreffen. So auch am Sonntag bei der 1:2-Heimniederlage gegen Hannover, welche die Südhessen auf Tabellenplatz 13 zurückwirft. „Wir waren in der ersten Halbzeit viel zu wenig zielstrebig, obwohl wir die Räume hatten. In Summe war es ein Spiel gegen eine Topmannschaft, das wir nicht hätten verlieren müssen“, sagte Cheftrainer Markus Anfang.

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          Der Coach hatte im Vergleich zur 1:2-Niederlage in Bochum in der Vorwoche Patric Pfeiffer für den angeschlagenen Nicolai Rapp in die Dreierabwehrkette beordert. In der ersten Hälfte lieferten sich beide Teams vorwiegend ein Duell abseits der beiden Strafräume, mit leichter Hannoveraner Überlegenheit. Was aus der ausgeprägten Darmstädter Harmlosigkeit im Spiel nach vorne gründete. 96-Stürmer Ducksch verfehlte das Ziel nur haarscharf (30.), sein Gegenüber, der von den Niedersachsen umworbene, aber am Sonntag schwache SVD-Stürmer Serdar Dursun deutlich (37.). Einen Bärendienst erwies dann Tim Starke seinem Team, als er auf äußerst unclevere Art und Weise einen Freistoß in bester Schussposition für den Gegner vor dem Sechzehnmeterraum verursachte.

          Hannovers verdienter Sieg

          Ducksch antwortete mit einem bildschönen Schuss in den Torwinkel (45.). Nach Wiederanpfiff begann sich Hannover den Auswärtssieg zu verdienen, indes wieder eingeladen durch einen haarsträubenden Fehler der „Lilien“. Beim Versuch, geordnet aus der eigenen Abwehr das Spiel aufzubauen, vertändelte Lars Lukas Mai den Ball am eigenen Strafraum – und Ducksch, seit Wochen in Torlaune, erzielte das 2:0 (50.). „Wenn man den Anspruch hat, die Dinge spielerisch zu lösen, dann kann auch mal etwas schiefgehen“, sagte SVD-Torhüter Marcel Schuhen milde. Es bedurfte im Anschluss zweier Glanzparaden von Schuhen gegen die aussichtsreichen Versuche von Kaiser (52.) und Sulejmani (56.), um eine nun drohende Schmach abzuwehren.

          Immerhin konnten sich die Darmstädter noch mal aufraffen, so dass es für sie kein vollends trübsinniger Nachmittag am Böllenfalltor wurde, sondern am Ende sogar ein Punktgewinn noch in Reichweite geriet. Das lag auch an den eingewechselten großgewachsenen Angreifern Aaron Seydel und Felix Platte, denen man zwar fehlende Spielpraxis und mangelndes Selbstvertrauen anmerkte – die mit ihrer körperlichen Wucht bei langen Bällen aber werthaltig arbeiteten.

          Seydel war es, der den „Lilien“ mit seinem Abstaubertor (68.) neue Hoffnung einflößte. Und auch die 96er brauchten die Hilfe ihres gut reagierenden Torwarts Esser. Der einstige SVD-Schlussmann parierte den Drehschuss von Platte (65.) und erreichte im Flug den Schuss von Fabian Schnellhardt (80.). Doch am Ende half den Darmstädtern auch ihr Status als gefährlichstes Team der Liga in der Schlussviertelstunde (zehn Treffer) nicht.

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