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Rückkehr in die Bundesliga? : Schalke spricht mit Khedira

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Bald Teamkollegen? In der Champions League waren Roman Neustädter und Khedira (r.) noch Konkurrenten Bild: Reuters

Wechselt Sami Khedira bald ins Revier? Clemens Tönnies berichtet über erste Gespräche mit dem Nationalspieler. Der Klubchef warnt zudem vor explodierenden Kosten für Spieler.

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          Der FC Schalke 04 treibt die Bemühungen um Weltmeister Sami Khedira weiter voran. „Es hat erste Gespräche gegeben“, sagte der Aufsichtsratsvorsitzende Clemens Tönnies gegenüber der „Bild“-Zeitung zu den Gerüchten, der Bundesligaklub wolle den Mittelfeldspieler von Real Madrid verpflichten. „Wir glauben, dass ein wieder gesunder Khedira uns helfen würde.“

          Zuletzt hatte bereits Schalkes Sportvorstand Horst Heldt das Interesse der Schalker an einer Verpflichtung Khediras erklärt. Der Vertrag des 27 Jahre alten Nationalspielers bei den Madrilenen läuft zum Saisonende aus, bei der 3:4-Niederlage gegen S04 im Rückspiel des Champions-League-Achtelfinals war Khedira unter den Pfiffen der Fans ausgewechselt worden.

          Kostenexplosion auf dem Spielermarkt

          Unterdessen hat Schalke-Boss Tönnies zudem eine Umwandlung des Vereins in eine Aktiengesellschaft ausgeschlossen und zugleich vor einer Kostenexplosion auf dem Spielermarkt gewarnt. „Wir sind und bleiben ein eingetragener Verein, alles andere kommt aus meiner Sicht nicht infrage“, erklärte Tönnies in einem Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Auch mit dieser Rechtsform ließen sich die wachsenden finanziellen Anforderungen stemmen, betonte Tönnies.

          Steigende Kosten erwartet er vor allem für Spieler. Die Premier League treibe mit ihren immensen Einnahmen die Preise hoch. „England wird mit wahnsinnigen Summen Spieler locken, die auch für uns interessant sind“, meinte Tönnies. Sein Verein werde „einen Lizenzspieleretat von 130 statt 85 Millionen Euro benötigen, wenn wir regelmäßig Champions League spielen wollen“. Klubs mit einem Etat von 35 Millionen Euro müssten dagegen ständig gegen den Abstieg kämpfen.

          Überdies konkretisierte Tönnies seinen Vorschlag, Geld von Mitgliedern zu sammeln. Natürlich denke er dabei nicht an jeden Fan. „Ich bin doch nicht bekloppt und verlange von jedem Mitglied aus dem Fanblock 1000 Euro“, erklärte er. Aber er glaube, es gebe Mitglieder, „die bei ihren Einkommensverhältnissen gerne und problemlos 1000 Euro oder mehr für Schalke geben würden, um dafür die Vereinsstruktur zu stärken.

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