https://www.faz.net/aktuell/sport/fussball/zum-tod-von-diego-maradona-die-schoenheit-des-spiels-17072392.html

Diego Maradona : Die Schönheit des Spiels

Der entscheidende Sieg: Maradona nach dem historischen Viertelfinale gegen England 1986 in Mexiko. Bild: Ullstein

Keiner verkörperte den Fußball wie Diego Maradona – und das nicht trotz, sondern vielleicht gerade wegen seiner vielen Schwächen. Eine Würdigung dieser Jahrhundertfigur des Sports.

          6 Min.

          Es dürfte kaum jemanden geben, der Diego Maradona so gut kannte wie Fernando Signorini. Den Körper, die Muskelmassen, die seine Beine beinahe zu kräftig erscheinen ließen für die Statur, insbesondere in den knapp geschnittenen Sporthosen, die man Ende der 1970er und Anfang der 1980er Jahre trug. Aber auch den Kopf, das, was Maradona antrieb, was ihn zum vielleicht besten Spieler gemacht hat, den es in der Geschichte dieses Sports gab – aber auch das, was ihn verführbar machte und letztlich dem Verfall und der Lächerlichkeit preisgab.

          Christian Kamp
          Sportredakteur.

          Signorini war lange Jahre Maradonas Fitnesstrainer, und die Szenen mit Signorini und Maradona, wie er allein seine Runden dreht, wie er schuftet und schwitzt, erst um den Aufstieg zu Ruhm und Titeln zu schaffen, dann, um irgendwie die Spuren der Drogen aus seinem Körper zu bekommen, um wieder bereit zu sein für das nächste Spiel – sie gehören zu den vielen besonderen, die Asif Kapadia für seinen Film „Diego Maradona“ aufgetan hat, der im vergangenen Jahr in die Kinos gekommen ist.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+