https://www.faz.net/-gtl-a4q1z

Zlatan Ibrahimovic : Wie Gott in Mailand

  • -Aktualisiert am

Eine Erscheinung: Zlatan Ibrahimovic im Trikot des AC Mailand Bild: AP

Zlatan Ibrahimovic ist gerade 39 Jahre alt geworden – und beweist beim AC Mailand noch einmal, was alles in ihm steckt. Dabei treibt er auch seine Selbstverherrlichung auf die Spitze.

          4 Min.

          Im Leben von Zlatan Ibrahimovic ist vieles in erster Linie eine Provokation. Ende September infizierte sich der inzwischen 39-Jährige mit dem Coronavirus, das bekanntlich auch in jener Altersgruppe schwere Folgen haben kann. „Der Covid hat den Mut gehabt, mich herauszufordern. Eine ganz schlechte Idee“, ließ der Angreifer des AC Mailand damals über die sozialen Netzwerke verbreiten. Wenn schon die Infektion mit dem Virus einen direkten Angriff auf die eigene Persönlichkeit darstellt, wie muss es da nur mit gegnerischen Fußballmannschaften sein, deren Arbeitsauftrag es ja mehr oder weniger ist, die Größe Zlatan Ibrahimovics in Zweifel zu ziehen und seine Mannschaft zu besiegen?

          An diesem Montag wagt der AS Rom zum Abschluss des fünften Spieltags der italienischen Serie A den fünften Versuch in dieser Spielzeit, Ibrahimovic vom Thron zu stoßen. In den ersten vier Spielen ging immer der AC Mailand als Sieger vom Platz, das Team ist Tabellenführer. Das Bild vom Thron stimmt deshalb, da in der allgemeinen Wahrnehmung der AC Mailand vom Schweden personifiziert wird. „Ein technischer und spiritueller Führer des jungen Milan“, schrieb „La Repubblica“ vergangene Woche, nachdem Ibrahimovic sein Team mit zwei Treffern zum 2:1-Sieg gegen Inter Mailand geführt hatte, es war der erste Derbysieg für Milan seit vier Jahren. Die „Gazzetta dello Sport“ erkennt im Stürmer einen „echten Leader, der die jüngere Geschichte des AC Mailand verändert hat“. Seit 20 Partien ist das Team unbesiegt.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          F.A.Z. PLUS:

            Sonntagszeitung

          : blackweek20

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Wie tief reicht die Harmonie wirklich? Robert Habeck und Annalena Baerbock auf dem digitalen Bundesparteitag im November 2020

          Die Grünen und die K-Frage : Habeck oder Baerbock?

          Die Grünen sind zufrieden mit sich. Doch irgendwann müssen sie klären, ob sie einen Kanzlerkandidaten aufstellen und wer von beiden Vorsitzenden das sein soll. Ein Stimmungsbild.

          Pressefreiheit in Frankreich : Macrons Doppelmoral

          Es ist gut, dass der französische Präsident Karikaturen gegen Zensurversuche im Namen der „politischen Korrektheit“ verteidigt. Doch er wäre glaubwürdiger, wenn er die Pressefreiheit nicht an anderer Stelle selbst einschränken würde.