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Schnee in Spanien : Zidane redet sich in Rage nach Spiel von Real Madrid

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Vorsicht, Rutschgefahr: Osasuna und Real Madrid leiden unter dem Schnee. Bild: EPA

Real Madrid erleidet im Titelrennen der spanischen Fußballliga durch das 0:0 bei CA Osasuna einen Rückschlag. Danach lässt Zinedine Zidane dem Frust freien Lauf. Der Trainer beklagt sich über die Umstände der Partie.

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          Der spanische Fußball-Meister Real Madrid hat im Titelkampf einen weiteren Rückschlag kassiert. Die Mannschaft um den deutschen Nationalspieler und Jubilar Toni Kroos kam am Samstagabend beim Vorletzten CA Osasuna nicht über ein 0:0 hinaus und verpasste damit den vorübergehenden Sprung auf Platz eins. Der Tabellenzweite der Primera División liegt einen Punkt hinter Spitzenreiter Atlético Madrid (38). Allerdings hat das Team von Trainer Diego Simeone drei Spiele weniger absolviert als Real.

          Das Atlético-Heimspiel gegen Athletic Bilbao war wegen des ungewöhnlichen Winterwetters ausgefallen. Die Gäste konnten am Samstag nicht anreisen. Der Flughafen der spanischen Hauptstadt war zwischenzeitig sogar geschlossen. Zudem hätten die schlechten Verhältnisse auf den Straßen auch die Sicherheit der eigenen Mannschaft, der Schiedsrichter und der Vereinsmitarbeiter beeinträchtigt, schrieb Atlético auf seiner Homepage. Der Nachholtermin soll in den kommenden Tagen durch die Liga bekanntgegeben werden.

          Für Kroos von Real Madrid war es das 300. Pflichtspiel im Dress der Königlichen. Der 31-Jährige wechselte im Sommer 2014 nach Madrid und kommt in seinen sechseinhalb Jahren auf 20 Tore und 70 Vorlagen. Mit Real gewann er zudem dreimal die Champions League und wurde je zweimal spanischer Meister und Pokalsieger.

          Ziemlich angefressen war Real-Trainer Zinedine Zidane nach dem torlosen Remis beim Kellerkind. Das lag nicht nur am Ergebnis, sondern vor allem an den Umständen. Auf dem Rasen lag teils Schnee, die Spieler hatten Standprobleme, der Ball rutschte bisweilen recht unkontrolliert. Nach der Partie redete sich Zidane in Rage. „Uns wurde gesagt, dass wir spielen sollen und das haben wir gemacht. Aber man konnte die Bedingungen sehen und was dadurch passiert ist“, klagte der Trainer bei der Pressekonferenz.

          „Das war kein gutes Spiel. Aber wir hatten keine andere Wahl.“ Niemand solle ihm vorwerfen, dass er Ausreden für das Remis gegen den Außenseiter suche, sagte Zidane. „Aber ich finde, jeder auf der Welt will ein Fußballspiel sehen. Und das haben wir heute nicht gesehen, weil die Bedingungen es nicht hergaben.“ Real stand nach dem Spiel zudem vor der ungewissen Frage, wie es wieder nach Hause ins verschneite Madrid gehen sollte. „Wir wissen nicht, ob wir hier bleiben müssen. Wir müssen uns für das Spiel am Mittwoch regenerieren.“

          Der FC Barcelona dagegen konnte am Abend beim FC Granada antreten und gewann dank der Tore von Lionel Messi und Antoine Griezmann mit 4:0 (3:0). Messi traf in der 35. und 42. Minute, der Franzose in der 12. und 63. Bei den Gastgebern sah der erst zur zweiten Halbzeit eingewechselte Jesus Vallejo wegen einer Notbremse die Rote Karte (78.). Messi, der bereits unter der Woche beim 3:2 im Nachholspiel gegen Athletic Bilbao doppelt getroffen hatte, übernahm mit elf Treffern die Führung in der Torschützenliste. In der Tabelle liegen die Katalanen mit 34 Punkten auf Platz drei.

          Die Liga teilte am Samstag unterdessen auch noch mit, dass die Partie zwischen dem FC Elche und dem FC Getafe von diesem Sonntag auf kommenden Montag verschoben werden soll. Ein entsprechender Antrag sei beim zuständigen Komitee eingereicht worden, hieß es. Auch einige Zweitligapartien sollen verschoben werden. Allein in Madrid hat das Sturmtief „Filomena“ mit starken Schneefällen auch für Chaos gesorgt. Auf den Autobahnringen der spanischen Hauptstadt setzte eine mehr als 60 Zentimeter hohe Schneedecke viele Autofahrer fest, die die Nacht zum Teil in ihren Fahrzeugen verbringen mussten.

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