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Wolfsburger Pokal-Debakel : „Schlag in die Fresse“

Trainer Glasner: „Wir haben wilde Sau gespielt“. Bild: Reuters

Fünf Gegentore hatte der VfL Wolfsburg bislang in neun Bundesligapartien kassiert, nun gleich sechs in einem Pokalspiel. Sportdirektor Schäfer wird deftig bei der Aufarbeitung.

  • Aktualisiert am
          1 Min.

          Das ungewohnte Gefühl der Niederlage traf die Wolfsburger mit voller Wucht. „Heute haben wir - auf gut deutsch gesagt - einen richtigen Schlag in die Fresse bekommen“, sagte VfL-Sportdirektor Marcel Schäfer nach der 1:6-Niederlage im DFB-Pokal gegen RB Leipzig. Schnell abhaken und in der Bundesliga wieder liefern, lautet jetzt das Motto des VfL, der zuvor in den 22 Partien unter Neu-Trainer Oliver Glasner samt Vorbereitung und allen Pflichtspielen nicht verloren hatte.

          Dass diese Serie irgendwann zu Ende geht, war den Niedersachsen klar. Dass es so deutlich passiert, erstaunte dagegen schon. Schließlich fiel die zuvor so starke Wolfsburger Defensive nach dem 0:2 förmlich auseinander. Fünf Gegentore hatte das Team von Coach Oliver Glasner bislang in neun Ligapartien kassiert, nun waren es gleich sechs in einem Spiel. Schäfer verlor sich - wie ein Tag zuvor schon sein Amtskollege Hasan Salihamidzic von Bayern München in Sarkasmus: „Ich werde jetzt jeden köpfen, na klar.“

          „Wir haben wilde Sau gespielt“

          Der frühere VfL-Kapitän wollte scherzhaft andeuten, dass ja eigentlich nichts passiert sei, wenn man das große Ganze betrachtet. In der Liga und in der Europa League sind die „Wölfe“ noch ungeschlagen und absolut im Soll, ein Pokal-Aus gegen gegen Leipzig ist keine Schande.

          Doch die Art und Weise, wie das Team nach dem 0:2 naiv nach vorne gestürmt und sich hat auskontern lassen, gibt zu denken. 55 Minuten sei man mit RB „auf Augenhöhe gewesen“, meinte VfL-Coach Glasner, „dann haben wir den Kopf verloren. In Österreich würde man sagen: wir haben 'wilde Sau' gespielt.“

          Hängender Kopf nach dem Spiel: Wolfsburgs Maximilian Arnold

          Die nächsten Partien können für die Niedersachsen richtungsweisend sein und werden eine echte Prüfung: In der Liga geht es am Samstag zu Borussia Dortmund (15.30 / F.A.Z-Liveticker zur Fußball-Bundesliga und bei Sky), dann trifft der VfL auf Bayer Leverkusen und Eintracht Frankfurt. Drei Gegner, die allesamt international vertreten sind und hohe Ziele haben. Die Pokal-Pleite werde das Team so schnell nicht abschütteln können, befürchtet Schäfer: „Man sagt immer, man muss spätestens am nächsten Tag den Hebel wieder umlegen. Aber dafür war die Niederlage ein Stück weit zu deftig.“

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