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Frauenfußball : Wolfsburg mit Minimalismus zum nächsten Titel

Auf zum Tanz: Wolfsburg ist deutscher Meister. Bild: dpa

Am Mittwoch sicherten sich die Fußballerinnen des VfL Wolfsburg den DFB-Pokal mit einem 1:0-Sieg gegen Freiburg. Nun reichte das selbe Ergebnis gegen Hoffenheim, um die deutsche Meisterschaft am vorletzten Bundesliga-Spieltag unter Dach und Fach zu bringen.

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          Das Jubeln beherrschen die Spielerinnen des VfL Wolfsburg. Sie haben ja schließlich genug Übung. Nachdem sie mit einem 1:0-Sieg bei der TSG Hoffenheim am Sonntag die deutsche Meisterschaft schon am vorletzten Spieltag unter Dach und Fach gebracht hatten, tanzten sie jedenfalls abermals gut gelaunt im Kreis. Es ging nicht ganz so begeistert zu wie vier Tage zuvor in Köln, als sich der VfL mit dem gleichen Ergebnis gegen den SC Freiburg den fünften Sieg im DFB-Pokal sicherte, aber dennoch ist Torhüterin Almuth Schult zu glauben, dass „Wölfinnen“ „immer hungrig bleiben und jeder Titel eine Riesenfreude auslöst“, wie sie nach dem Pokalfinale in Köln behauptete. Tatsächlich war die Nationalschlussfrau in Hoffenheim ganz vorne dabei, als ihr Team nach dem Schlusspfiff mit den mehrere Dutzend mitgereisten Anhängern feierte. Schult tanze ausgelassen auf dem Rasen, ihre Kolleginnen hüpften umher.

          Der dritte Meistertitel in Serie vollendete das dritte Double des Klubs in Serie und den elften von 14 möglichen nationalen Titeln, seit der VfL 2013 mit dem ersten Double das Sammeln von Trophäen begonnen hatte. Zur nahezu nicht zu brechenden Dominanz im deutschen Frauenfußball kamen seither auch noch zwei Titel in der Champions League hinzu.

          Am Sonntag gewann das Team von Trainer Stephan Lerch bei der TSG Hoffenheim nun dank eines Tores von Pia-Sophie Wolter (43. Minute) vorzeitig den Meistertitel, der wie auch dem Tabellenzweiten Bayern München die Qualifikation für die Champions League garantiert.  Der Dauerrivale aus München, zuletzt dreimal in Serie Zweiter, gewann zwar am Sonntag ebenfalls durch die Tore von Fridolina Rolfö (54./89. Minute) und Gina Lewandowski (58.) mit 3:0 (2:0) gegen den SC Freiburg. Doch den Rückstand von sieben Punkten kann München trotz eines Nachholspiels am Mittwoch in Bremen nicht mehr aufholen.

          Sportdirektor Ralf Kellermann zeigte sich überaus stolz. „Wir haben in der Liga mit Bayern München einen Konkurrenten auf Augenhöhe. Aber zum dritten Mal nacheinander gehen beide nationalen Titel an uns", sagte der Sportliche Leiter, "das bedeutet uns viel, denn es zeigt, dass wir akribisch arbeiten und das Optimum aus der Mannschaft herausholen."

          In einer konstanten Bundesliga-Saison verlor der Titelverteidiger lediglich das Spiel bei Bayern München mit 2:4. Ernüchternd in dieser Saison war für Wolfsburg nur das frühe Aus in der Champions League, wo man wie in den vergangenen beiden Jahren an Olympique Lyon scheiterte.

          So dominant nämlich Wolfsburg in Deutschland ist, so dominant ist Lyon in Europa. OL gewann nicht nur in den vergangenen zwölf Spielzeiten den nationalen Meistertitel, sondern auch fünfmal die Champions League. Zumindest internationale gibt es also auch für Wolfsburg noch ein Maß der Dinge.

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