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WM-Vergabeaffäre : Netzer und Zwanziger legen Streit bei

  • Aktualisiert am

Der ehemalige DFB-Präsident Theo Zwanziger (l) und Fußball-Idol Günter Netzer bei einem Zusammentreffen im Jahr 2005 in Köln. Bild: dpa

Kurz vor einem anberaumten Gerichtstermin über Aussagen zur Vergabe der Fußball-WM 2006 in Deutschland haben der ehemalige DFB-Chef Theo Zwanziger und der frühere Fußball-Nationalspieler Günter Netzer ihren Streit beigelegt. Auf ihre Anwälte kommt noch Arbeit zu.

          Drei Tage vor einem Gerichtstermin haben der frühere Fußball-Nationalspieler Günter Netzer und der ehemalige DFB-Chef Theo Zwanziger ihren Streit beigelegt. Einer gemeinsamen Mitteilung vom Sonntag zufolge wollen beide ihre „Anwälte beauftragen, den Rechtsstreit vor dem Landgericht Köln in der Hauptsache für erledigt zu erklären“. Vorausgegangen war demnach ein klärendes Vier-Augen-Gespräch zwischen Netzer und Zwanziger.

          Netzer hatte dem ehemaligen Präsidenten des Deutschen Fußball-Bundes falsche Äußerungen im Zusammenhang mit der Affäre um die Vergabe der Weltmeisterschaft 2006 vorgeworfen. Zwanziger hatte behauptet, Netzer habe bei einem Treffen 2012 in Zürich einen Stimmenkauf von vier asiatischen FIFA-Funktionären im Vorfeld der WM-Vergabe an Deutschland bestätigt.

          Nachdem Zwanziger eine Frist zur Unterzeichnung einer Unterlassungserklärung verstreichen lassen hatte, zog Netzer vor Gericht. Am Mittwoch wollte das Landgericht Köln über die Klage verhandeln.

          In der Mitteilung der Anwälte betonten beide Seiten, sich „nicht in allen Punkten“ übereinstimmend an das Gespräch aus dem Jahr 2012 zu erinnern. Netzer bekräftigte, er habe die von Zwanziger getroffene Aussage zu einem Stimmenkauf nicht getroffen. Zwanziger seinerseits erklärte sich bereit, nach der Vorlage des Freshfields-Berichts zu den internen Ermittlungen beim DFB in der WM-Affäre seine Aussage nicht mehr zu wiederholen.

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