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WM-Qualifikation in Afrika : Nigeria düpiert Tunesien - Ägypten trifft in Minute 96

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Hochspannung: Ägypten besiegte Algerien mit 2:0, nun kommt es zum Entscheidungsspiel Bild: AP

Dank des Wolfsburgers Obafemi Martins fährt Nigeria zur WM. Der Stürmer traf doppelt beim 3:2 in Kenia. Da Tunesien in Mocambique verlor, sicherten Nigeria sich die vierte Teilnahme. Kamerun siegte in Marokko. Dramatisch ging es in Kairo zu.

          Die Fußball-Nationalmannschaften aus Nigeria und Kamerun haben sich für die Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika qualifiziert. Die „Super Eagles“ aus Nigeria behielten am Samstag zum Abschluss der Afrika-Ausscheidung mit 3:2 (0:1) in Nairobi gegen Kenia die Oberhand und überholten in der Gruppe B mit 12 Punkten noch den bisherigen Spitzenreiter Tunesien (11), der überraschend 0:1 (0:1) in Mocambique verlor.

          Kamerun verteidigte hingegen durch ein 2:0 (1:0) in Marokko seine Top-Position in der Gruppe A mit 13 Punkten vor Gabun (9), das beim 0:1 (0:0) in Togo den Kürzeren zog. Algerien verlor 0:2 (0:1) bei den nun punkt- und torgleichen Ägyptern. Damit findet am kommenden Mittwoch im Sudan ein Entscheidungsspiel statt.

          Matchwinner für Nigeria war Bundesliga-Profi Obafemi Martins. Mit seinen Toren in der 62. und 83. Minute sicherte der Stürmer des VfL Wolfsburg den Erfolg in Kenia, zu dem Aiyegbeni Yakubu (65.) den dritten nigerianischen Treffer beisteuerte.

          Ab durch die Mitte nach Südafrika: Emana Edzimbi Achile und Kamerun lösten die Fahrkarte

          Schützenhilfe leistete wie erhofft Außenseiter Mocambique, das Tunesien dank Darios Treffer in der 83. Minute bezwang. Damit sind die „Super Eagles“ aus Nigeria zum vierten Mal bei einer WM-Endrunde dabei. 1994 in den Vereinigten Staaten und 1998 in Frankreich erreichte das Team jeweils das Achtelfinale, 2002 in Südkorea/Japan war bereits nach der Vorrunde Schluss.

          Sogar schon zum sechsten Mal für eine WM qualifiziert ist Kamerun, das sich das Ticket bei dem von Pierre Achille Webo (18.) und Topstar Samuel Eto'o (52.) herausgeschossenen 2:0-Sieg in Marokko nicht mehr entreißen ließ. Zudem patzte Verfolger Gabun, dem Togos Torschütze Ayite (70.) die Niederlage beibrachte.

          Die Kameruner haben damit die Chance, im kommenden Jahr in Südafrika ihren Vorrunden-Fluch bei WM-Endrunden zu beenden. Denn außer beim Turnier 1990 in Italien, wo man unerwartet sogar bis in das Viertelfinale vorstieß, war für Kamerun stets die Vorrunde Endstation.

          Ägypten trieb die Spannung auf die Spitze. Zwar gelang dem Team um Dortmunds Bundesliga-Profi Mohamed Zidan durch Amr Zaki (2.) die frühe Führung. Doch erst in der fünften Minute der Nachspielzeit erlöste Meteb Abutreika die Gastgeber, die damit weiter auf das WM-Ticket hoffen dürfen.

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