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Anstoß, Fehlpass – Tor! : Der schnellste Treffer in der Geschichte der WM-Qualifikation

  • Aktualisiert am

Das ging fix: Belgiens Benteke (l.) trifft gegen Gibraltar schon nach sieben Sekunden Bild: AFP

Gegen Gibraltar benötigt der Belgier Benteke nur wenige Sekunden, um gleich zwei Rekorde aufzustellen. In England sorgt Interimstrainer Southgate für Unruhe. Und Brasilien meistert eine Marathonreise.

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          Mit seinem Blitztor gegen Gibraltar hat sich der Belgier Christian Benteke gleich in zwei Rekordbücher geschossen. Nach Angaben des Weltfußball-Verbandes Fifa erzielte der Stürmer vom Premier-League-Klub Crystal Palace am Montagabend im portugiesischen Faro das schnellste Tor in der Geschichte der WM-Qualifikation. Zudem war es der schnellste Treffer bei einem Spiel der belgischen Nationalmannschaft.

          Uneins waren sich zunächst aber der belgische Verband und die Fifa, nach wie viel Sekunden Benteke traf: Während die Belgier zehn Sekunden twitterten, schrieb die Fifa erst von sechs und korrigierte später auf sieben Sekunden. Bisheriger Rekordhalter bei der Fifa war San Marinos Davide Gualtieri, der acht Sekunden im Qualifikationsspiel gegen England 1993 benötigte.

          Eiszeit? Gareth Southgate (r.) setzt Wayne Rooney auf die Bank

          Benteke nutzte für sein Rekordtor einen fatalen Fehler des Gegners. Er eroberte den Ball nach einem verunglückten Pass Gibraltars unmittelbar nach dem Anstoß, drang links in den Strafraum ein und vollendete erfolgreich. Am Ende des Abends gewann Belgien mit 6:0 und verteidigte in der Gruppe H mit drei Siegen und 13:0 Toren seinen Platz an der Tabellenspitze vor Griechenland, das 2:0 in Estland gewann und ebenfalls mit neun Punkten (und 8:1 Toren) in die Qualifikation startete. Gibraltar bleibt erwartungsgemäß Tabellenletzter.

          Eine Überraschung gibt es derweil beim englischen Nationalteam: Interimstrainer Gareth Southgate setzt Kapitän Wayne Rooney an diesem Dienstag im WM-Qualifikationsspiel in Slowenien überraschend auf die Bank. Das teilte der Übergangs-Coach der „Three Lions“ am Montag auf einer Pressekonferenz im Spielort Ljubljana mit. Rooney ist derzeit außer Form, der 30-Jährige wurde von den englischen Fußballfans kürzlich sogar beim Heimspiel gegen Malta in Wembley (2:0) ausgebuht. Die jetzige Entscheidung habe aber allein sportliche Gründe, versicherte Southgate. „Es hat absolut nichts mit Waynes Leistung am Sonnabend zu tun“, sagte er.

          Rooney hatte gegen Malta sein 117. Länderspiel absolviert und gegen den krassen Außenseiter von Anfang an gespielt. Als Kapitän soll an diesem Dienstag (20.45 Uhr) Mittelfeldspieler Jordan Henderson auflaufen. Nach Siegen gegen Schottland und Malta führen die Engländer die europäische Quali-Gruppe F mit sechs Punkten an.

          Unterdessen hat sich die politische Eiszeit zwischen Venezuela und Brasilien, auch auf das brisante WM-Qualifikationsspiel zwischen den beiden Ländern ausgewirkt. Erst nach einer neunstündigen Marathonreise erreichte die Seleção den Spielort in Mérida, im Westen des von einer dramatischen Versorgungskrise erschütterten Landes. Aus politischen Gründen wurde bei der Flugreise von der brasilianischen Stadt Natal aus kurz vor der Grenze in der Stadt Boa Vista noch ein längerer Tankstopp eingelegt, wie das Portal „O Globo“ berichtete.

          Die neue Mitte-Rechts-Regierung in Brasilien will das sozialistische Venezuela aus dem Wirtschaftsbündnis Mercosur ausschließen, beide Länder froren die diplomatischen Beziehungen ein. Beide Länder spielen am Dienstagabend (20.30 Uhr Ortszeit/02.30 MESZ) gegeneinander. Nach neun Spieltagen führt Uruguay die Tabelle vor Brasilien, Ecuador und Kolumbien an, die ersten vier qualifizieren sich sicher für die WM in Russland, der Fünfte muss in einen interkontinentalen Play-Off-Vergleich, das ist derzeit Argentinien. Venezuela ist derzeit Zehnter und damit Letzter in der Qualifikation.

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