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Nachspiel zur Fußball-WM 2006 : Des Kaisers letzter Auftritt?

Franz Beckenbauer am 1. April 2019 im Deutschen Fußballmuseum. Bild: dpa

Öffentlich tritt Franz Beckenbauer kaum mehr auf. In die Schlagzeilen gerät er in diesen Tagen gleichwohl. Wegen der Fußball-WM 2006, deren Nachspiel nicht enden will, aber auch wegen seines Gesundheitszustands.

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          Vor knapp vier Monaten hat Franz Beckenbauer nach längerer Zeit wieder auf einer großen Bühne gestanden. Im Deutschen Fußballmuseum war er Anfang April mit zehn anderen Fußball-Legenden in die deutsche Hall of Fame aufgenommen worden. Der Franz Beckenbauer, den die Gäste in Dortmund und die Zuschauer am Fernsehschirm zu sehen bekamen, war jedoch längst nicht mehr derjenige, der im Jahr 2000 die Fußball-Weltmeisterschaft nach Deutschland geholt hatte und der dem Land sechs Jahre später als WM-Organisationschef ein unvergessenes Sommermärchen bescherte. Ein unvergessenes Ereignis allerdings auch für die deutsche und Schweizer Justiz. Öffentlich tritt Beckenbauer kaum mehr auf. Zuletzt war der deutsche Fußball-Kaiser bei einem Golfturnier seiner Stiftung in Bad Griesbach in diesem Monat dabei. Aber er spielte nicht mit – in die Schlagzeilen gerät er in diesen Tagen gleichwohl. Wegen der Fußball-Weltmeisterschaft 2006, deren Nachspiel nicht enden will, aber auch wegen seines Gesundheitszustands.

          Michael Horeni

          Korrespondent für Sport in Berlin.

          Die Schweizer Bundesanwaltschaft bestätigte der Deutschen Presse-Agentur am Wochenende die Abtrennung des Strafverfahrens gegen den früheren Organisationschef der WM 2006 von dem gegen weitere vier Beschuldigte. Der Fall Beckenbauer werde „gesondert“ behandelt. Darüber seien die Beteiligten im Juli unterrichtet worden. Über die genauen Hintergründe oder zu „einzelnen Verfahrensschritten“ gibt die Behörde keine Auskunft.

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