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Folgen des Doping-Reports : Russlands Sportminister droht Fifa-Ausschluss

Witali Mutko organisiert auch die Fußball-WM 2018. Bild: dpa

Der russische Sportminister Witali Mutko ist laut Wada-Bericht Kopf der Doping-Machenschaften in seinem Land. Nun werden auch die Ermittler des Fußball-Weltverbandes aktiv.

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          Die Folgen des sogenannten McLaren-Berichtes der Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) zum Staatsdoping in Russland weiten sich nun auch auf den Internationalen Fußball-Verband (Fifa) aus. Dem russischen Sportminister Witali Mutko droht der Ausschluss aus dem höchsten Gremium des Weltverbandes, dem er seit 2009 angehört.

          Michael Ashelm

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Evi Simeoni

          Sportredakteurin.

          Auf Anfrage von FAZ.NET bestätigte die Untersuchungskammer der Fifa-Ethikkommission eine Prüfung des Wada-Berichtes. „Sollte der Bericht Verstöße gegen das Fifa-Ethikreglement aufzeigen, wird die Untersuchungskammer geeignete Maßnahmen ergreifen und entsprechend informieren.“  Der russische Sportminister Mutko ist laut Wada-Bericht der Kopf der Doping-Machenschaften in seinem Land. Der Untersuchungsführer Richard McLaren sieht es als erwiesen an, dass Mutko die Anweisung gab, die positive Dopingprobe mindestens eines ausländischen Fußballspielers in der russischen Liga zu vertuschen.

          Als Beleg wird der von der Kommission gesichtete E-Mail-Verkehr angeführt, aus dem hervorgeht, dass die endgültige Entscheidung von „VL“ getroffen sei. Dahinter verbergen sich die Initialen von Witali („Vitali“) Leontijewitsch Mutko, der auch Präsident des russischen Fußballverbandes ist. Möglicherweise wird die Fifa-Ethikkommission ein Ausschlussverfahren gegen Mutko einleiten. Im kommenden Jahr findet in Russland der Confederations Cup im Fußball statt, 2018 die Weltmeisterschaft. Mutko ist zugleich Chef des russischen WM-Organisationskomitees.

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