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Zukunft im DFB-Team : Löw hat Nübel als Nationaltorwart schon im Blick

  • Aktualisiert am

Schalkes Alexander Nübel (links) und Bayern-Torwart Manuel Neuer beim Bundesligaspiel im August. Bild: Picture-Alliance

Kaum hat sich der Trubel um das Duell Neuer gegen ter Stegen im DFB-Team wieder gelegt, rückt der nächste Torwart in den Fokus. Alexander Nübel wird nicht nur vom Bundestrainer gelobt.

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          Manuel Neuer traut Alexander Nübel vom FC Schalke 04 zu, irgendwann sein Nachfolger im Tor der Fußball-Nationalmannschaft zu werden. „Das kann er sein“, sagte der 33 Jahre alte Kapitän am Wochenende in Tallinn vor dem EM-Qualifikationsspiel gegen Estland an diesem Sonntag (20.45 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur EM-Qualifikation und bei RTL).

          Fußball-Länderspiele

          „Die Zeichen stehen natürlich sehr gut für ihn. Er hat eine gute Entwicklung genommen. Er ist Stammtorwart auf Schalke geworden und hat eine gute U-21-Europameisterschaft gespielt. Er bringt aktuell sehr gute Leistungen“, begründete Neuer. „Natürlich braucht er Erfahrung in der nächsten Zeit, aber die wird er sich holen, wenn er seine Spiele macht.“ Der 23 Jahre alte Nübel wird auch schon mit dem FC Bayern München in Verbindung gebracht, wo er in den nächsten Jahren womöglich ebenfalls Neuers Nachfolger werden könnte.

          Nübel ist auch schon ins Visier von Bundestrainer Joachim Löw geraten, der die positive Entwicklung des Torwarts in dieser Woche explizit gelobt hatte. Torwarttrainer Andreas Köpke äußerte sich nun ebenfalls sehr positiv über den künftigen Nationaltorhüter. „Es ist schon sehr, sehr stark, wie er gefühlt aus dem Nichts gekommen ist. Das ging von Null auf Hundert, und er spielt, als ob er schon ewig da spielen würde. Er verliert scheinbar nie die Ruhe“, sagte Köpke in der „Süddeutschen Zeitung“ über Nübel.

          Die Sportliche Leitung mit Löw an der Spitze hat Nübel „im Blick“, wie Köpke sagte. Schließlich müsse man „gewappnet sein“. Kurzfristig soll Nübel aber wohl nicht ins Nationalteam aufrücken. „Im Moment gibt es keine Notwendigkeit, das Thema aufzumachen“, sagte Köpke.

          Löw plant aktuell für die EM 2020 mit Neuer als Nummer eins, sofern in den kommenden Monaten „nichts Außergewöhnliches“ passiere. Dahinter folgt im Torwart-Ranking Marc-André ter Stegen vom FC Barcelona. Um den Platz als dritter Schlussmann beim Turnier im kommenden Sommer konkurrieren derzeit Bernd Leno vom FC Arsenal und der an der Schulter verletzte Frankfurter Kevin Trapp.

          Neuer will seinen Platz im DFB-Tor auch nicht so bald räumen. „Es gibt überhaupt nichts zu verkünden“, sagte der Schlussmann des FC Bayern am Wochenende in Tallinn zu angeblichen Überlegungen, nach der EM 2020 die Laufbahn im Nationalteam zu beenden. „Ich fühle mich wohl, bin fit und bringe gute Leistungen. Demnach denke ich derzeit nicht über ein Karriereende nach“, sagte der Weltmeister von 2014.

          Neuer hatte beim 2:2 gegen Argentinien am vergangenen Mittwoch in Dortmund pausiert. Löw gab Herausforderer ter Stegen eine Chance. Am liebsten hätte Neuer beide Länderspiele bestritten, wie er in Estland sagte. Der 33-Jährige lobte den sechs Jahre jüngeren ter Stegen für eine „gute Leistung“ gegen die Argentinier und versicherte, dass es unter den Torhütern ein „top Verhältnis“ gebe: „Bei uns stimmt es einfach unter den Torleuten – auch mit Bernd Leno und Kevin Trapp.“ Und vielleicht auch demnächst mit dem aufstrebenden Schalker Nübel.

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