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Wieder zwickt die Wade : Ballack-Einsatz gegen Wales in Gefahr

  • Aktualisiert am

Ballacks Alternativen: Wade oder Wales? Bild: AP

Der Einsatz von Michael Ballack im WM-Qualifikationsspiel gegen Wales ist gefährdet. Der Kapitän laboriert wieder einmal an einer Wadenverletzung. Sollte Ballack ausfallen, stünden Frings und Rolfes als Alternativen parat.

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          Der Einsatz von Kapitän Michael Ballack im WM-Qualifikationsspiel gegen Wales am Mittwoch ist gefährdet. Der 32 Jahre alte Wahl-Engländer laboriert nach einem heftigen Tritt des Russen Roman Schirkow beim 2:1 am Samstag gegen Russland an einer Wadenverletzung. Ballack konnte am Montag nicht am Training teilnehmen.

          Laut Aussage der medizinischen Abteilung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) werde der Kapitän intensiv behandelt. Prognosen über die Einsatzchancen wollten die DFB-Ärzte noch nicht abgeben. Ballack hatte in der Vergangenheit schon mehrmals Probleme mit der Wade und fehlte verletzungsbedingt bereits in den ersten drei Länderspielen nach der Euro2008 gegen Belgien, Liechtenstein und Finnland. Sollte er für die Begegnung tatsächlich ausfallen, stünden der Bremer Torsten Frings und der Leverkusener Simon Rolfes als Alternativen parat.

          Podolski: EM-Variante wird ausprobiert

          Unabhängig von der Aufstellung forderte Bundestrainer Joachim Löw gegen den Außenseiter von der britischen Insel die „gleiche Konzentration wie gegen Russland“. Gewarnt ist das Team ohnehin: „Die letzten Ergebnisse gegen Wales waren ja nicht so überragend“, sagte Verteidiger Philipp Lahm. Zwar verlor Deutschland von 15 Spielen gegen die Insel-Kicker nur zwei. Zuletzt aber quälte sich das Team vor elf Monaten in Frankfurt zu einem enttäuschenden 0:0.

          Grundsätzlich schloss Löw den „einen oder anderen“ Wechsel „nicht völlig aus“. Nur in „Nuancen“ werde er seine Taktik auf das Abwehr-Bollwerk des Teams von Trainer John Toshack abstimmen. So erzählte Stürmer Lukas Podolski, dass im Training die EM-Variante mit ihm auf dem linken Mittelfeld-Flügel geübt wurde. In diesem Fall könnte Patrick Helmes in die Startelf rücken.

          Löw: „Ich schätze Torsten Frings über alles“

          Einen zweiten „Fall Kuranyi“ (siehe: Kevin Kuranyi: „Es war kein Rücktritt, sondern ein Rauswurf“) befürchtet der Bundestrainer bei Frings nicht, obwohl dem Bremer seine ungewohnte Rolle als Ersatzspieler sichtbar gefrustet hatte. Natürlich sei der 31-jährige Bremer „sehr enttäuscht“ gewesen, erzählte der Bundestrainer: „Aber er hat eine gute Reaktion gezeigt.“

          Frings heizte gegen die Russen in der Kabine seine Kollegen an. „Ich schätze Torsten Frings über alles“, strich Löw heraus und verwies nicht nur auf dessen Erfahrung aus 78 Länderspielen. Er habe „unglaubliche Leidenschaft für den Fußball, Power und Einsatz. Ich weiß, dass Torsten Frings nach wie vor ein wichtiger Spieler ist.“

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