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1:0-Sieg in Regensburg : Werder steht im DFB-Pokal-Halbfinale

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Umarmung für den Torschützen: Werders Milot Rashica herzt Yuya Osako. Bild: Reuters

Werder könnte erstmals seit 2010 wieder das Finale im DFB-Pokal erreichen. Im Nachholspiel des Viertelfinales gewannen die Bremer gegen Zweitligaklub Jahn Regensburg und treffen nun auf Leipzig.

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          Die Defensivspezialisten von Werder Bremen haben die DFB-Pokal-Reise von Jahn Regensburg beendet und dürfen von ihrem siebten Cup-Coup träumen. In der frostigen Oberpfalz setzte sich der Erstligaverein im nachgeholten Viertelfinale am Mittwochabend 1:0 (0:0) durch und blieb auch im vierten K.o.-Duell der Saison ohne Gegentor. Der kämpferisch starke Zweitligaklub Regensburg, der sich durch die Runden zuvor jeweils im Elfmeterschießen erstmals bis ins Viertelfinale gezittert hatte, kann sich nun ganz auf den Kampf um den Klassenerhalt konzentrieren.

          DFB-Pokal

          Yuya Osako (52. Minute) war mit seinem ersten Saisontor für die erst nach der Pause drängenden Bremer erfolgreich. Im Halbfinale am 30. April könnte Werder gegen RB Leipzig die erste Final-Reise nach Berlin seit 2010 buchen. Im zweiten Halbfinale am 1. Mai will sich Borussia Dortmund nicht von Regensburgs Liga-Konkurrenten Holstein Kiel aufhalten lassen.

          „Lange Zeit war es okay. Dann haben wir es noch spannend gemacht – unnötigerweise“, sagte Werder-Trainer Florian Kohfeldt im TV-Sender Sky. „Ich denke aber, heute können alle ruhig in Bremen schlafen.“ Sein Jahn-Kollege Mersad Selimbegovic war verständlicherweise enttäuscht: „Wir haben am Anfang zuviel Respekt gezeigt und haben dann ein billiges Tor bekommen.“

          Werder wollte unbedingt dieses Erfolgserlebnis in der nach mehreren Regensburger Corona-Fällen Anfang März verschobenen Pokal-Partie. Es sollte schließlich auch für die Bundesliga Auftrieb geben, in der in den wegweisenden Wochen für den Klassenverbleib zunächst die Schwergewichte Leipzig und Dortmund warten. Kurzfristig mussten die Bremer auf Verteidiger Ömer Toprak verzichten, der angereist war, aber mit Rückenproblemen aussetzen musste. Kapitän Niklas Moisander rückte dafür in die Innenverteidigung. Josh Sargent ersetzte im Sturm Niclas Füllkrug, der wegen eines gebrochenen Zehs fehlte.

          Torchancen? Mangelware!

          Die Bremer hatten spielerische Vorteile, die Regensburger traten defensiv jedoch sehr organisiert auf. Werder fehlte das Tempo, um Lücken in der Deckung offenzulegen. Torchancen? Mangelware! So gut wie keine Aufwärmgelegenheiten ergaben sich für die Keeper Alex Meyer und Jiri Pavlenka. Nur Milot Rashica (26. Minute) versuchte es für Werder in Durchgang eins mit einem zielstrebigen Schuss, den hatte Meyer jedoch ganz sicher. Und die Regensburger? Noch harmloser. Andreas Albers (41.) scheiterte mit einem Seitfallzieher nach einer exakten Flanke von Benedikt Saller.

          Die zweite Halbzeit nahm sofort Fahrt auf. Nach einem schnell ausgeführten Einwurf von Sebastian Stolze zielte der dänische Stürmer Albers (48.) aus zehn Metern knapp über Pavlenkas Kasten. Dann schepperte es – jedoch nur am Aluminium. Moisanders (50.) Kopfball krachte nach einer Ecke an den Pfosten.

          Mit einem zentimetergenauen, langen Ball überrumpelte dann Marco Friedl die komplette Deckung der Oberpfälzer, Osako nahm die Kugel mit der Brust auf und vollendete aus der Drehung. Die Bremer überbrückten nun immer wieder schnell das Mittelfeld. In der 66. Minute scheiterte Osako mit der Entscheidung frei vor Meyer.

          Die Regensburger hielten dagegen. „Kommt, Jungs“, riefen sie sich zu. Im Angriff fanden sie aber einfach kein Mittel gegen die sichere Werder-Verteidigung, die in der Schlussphase doch noch wackelte – aber dicht hielt. Vor allem in der 89. Minute wurde es ganz turbulent im Bremer Strafraum, die Gäste konnten mit vereinten Kräften von der Linie schlagen.

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