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Eklat bei Klub in Finanznot : Merkwürdige Wende mit neuen FCK-Investoren

  • -Aktualisiert am

Die Turbulenzen im Machtkampf bei den Roten Teufeln nehmen kein Ende. Bild: Picture-Alliance

In den Verhandlungen des 1. FC Kaiserslautern mit Milliardär Flavio Becca kommt es zum Eklat. Nun sollen auf einmal anonyme Investoren dem Klub helfen. Bei diesem dubiosen Vorgang stellen sich gleich mehrere Fragen.

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          Während der Verhandlungen des 1. FC Kaiserslautern mit seinem potentiellen Investor, dem Luxemburger Milliardär Flavio Becca, ist es zum Eklat gekommen. Wie der Verein in der Nacht auf Dienstag mitteilte, ist „das Angebot von Herrn Flavio Becca nicht mehr existent“. Stattdessen liege „das Angebot einer regionalen Investorengruppe“ vor. Bislang ist unklar, um wen es sich bei dieser Gruppe handelt. Der Verein ließ ebenfalls offen, wie langfristig deren Engagement sein soll. Auch ist ungewiss, welches der Vereinsgremien überhaupt in der Nacht darüber beriet und ob dessen Votum den formalen Ansprüchen genügt.

          Der Vorgang erscheint dubios, weil die bislang anonymen Investoren den FCK nach Vereinsangaben mit zunächst drei Millionen Euro ausstatten und sich damit zehn Prozent der Aktienanteile an dessen Kapitalgesellschaft sichern wollen. Dies deutet auf eine neue Bewertung des Klubs in Höhe von aktuell 30 Millionen Euro hin. Bislang führten die Vereinsverantwortlichen stets einen Wert von 120 Millionen Euro an. Nach Informationen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung fragen sich daher einige der bisherigen Anleger und Investoren, wie es trotz des Klassenverbleibs und des Investoreninteresses innerhalb weniger Tage zu einem Wertverfall von 90 Millionen Euro gekommen sein soll. Dies könnte zu juristischen Auseinandersetzungen führen.

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