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„Weltfußballer des Jahres 2009“ : Messi beerbt Ronaldo

  • Aktualisiert am

Beerbt Ronaldo als Weltfußballer des Jahres 2009: Lionel Messi Bild: AP

Lionel Messi vom FC Barcelona ist der „Weltfußballer des Jahres 2009“. Messi setzte sich bei der Wahl am Montagabend in Zürich gegen Vorjahres-Gewinner Ronaldo und den Brasilianer Kaka durch. Bei den Frauen gewann zum vierten Mal in Folge die Brasilianerin Marta; Birgit Prinz und Inka Grings landeten auf den Plätzen zwei und fünf.

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          Lionel Messi ist am Montagabend bei der FIFA-Gala in Zürich erstmals als „Weltfußballer des Jahres“ ausgezeichnet worden. Der beim Champions-League-Sieger FC Barcelona spielende Argentinier setzte sich bei der Wahl gegen andere starke Kandidaten wie Vorjahres-Gewinner Cristiano Ronaldo und Kaka durch. Bei den Frauen erhielt die Brasilianerin Marta zum vierten Mal hintereinander die Trophäe als weltbeste Spielerin 2009. Inka Grings vom Uefa-Cup-Gewinner FCR 2001 Duisburg und Rekordnationalspielerin Birgit Prinz vom 1. FFC Frankfurt gingen leer aus.

          Messi, der als erster Argentinier zum Weltfußballer gewählt wurde, blieb trotz der Auszeichnung durch Fifa-Präsident Joseph S. Blatter und Michael Platini, den Chef der Europäischen Fußball-Union (UEFA), bescheiden. „Ich bin nicht der König der Welt. Natürlich freue ich mich, aber ich fühle mich nicht wie der Beste“, sagte der 22-Jährige und gab die Lobeshymnen an seine Mannschaft weiter: „Das Beste ist Barca.“ Ein bisschen Stolz klang bei seiner Dankesansprache aber dann doch durch: „Es ist großartig, diesen Preis auch noch zu gewinnen. Es ist eine Ehre, da auch die Kollegen abgestimmt haben.“

          Messi, der Ronaldo bereits den Goldenen Ball als Europas Fußballer des Jahres entrissen hatte, gewann in diesem Jahr mit den Katalanen alles: Champions League, Meisterschaft, Pokal, europäischer und spanischer Supercup - zudem bescherte er Barca am Samstag höchstpersönlich zum ersten Mal in der 110-jährigen Vereinsgeschichte den Titel bei der Klub-WM.

          Landete dieses Mal nur auf Platz 2: Ronaldo
          Landete dieses Mal nur auf Platz 2: Ronaldo : Bild: dpa

          Messi deklassiert Ronaldo, Xavi und Kaka

          Von den Trainern und Kapitänen der Nationalmannschaften wurde der Siegeszug des Offensivkünstlers, der im kommenden Jahr mit Barca im Achtelfinale der Champions League auf den VfB Stuttgart trifft, wie erwartet honoriert. Messi deklassierte mit 1073 Punkten Ronaldo (352). Der teuerste Spieler der Welt, der im Sommer für 94 Millionen Euro von Manchester United zu Real Madrid wechselte, durfte sich zumindest mit dem Puskas-Preis für das schönste Tor 2009 trösten. Auf den Plätzen folgten Spaniens Europameister Xavi (196), der Brasilianer Kaka (Real Madrid/190) und der Spanier Andres Iniesta, Klubkollege von Messi und Xavi beim FC Barcelona (134) Deutsche Profis waren in Zürich unter den Finalisten einmal mehr nicht vertreten. Nationalmannschaftskapitän Michael Ballack vom FC Chelsea schaffte es nach seinem 14. Platz im Vorjahr zwar unter die besten 23 Spieler, fiel bei der Vorauswahl aber erneut durch das Sieb. Als einziger deutscher Spieler hatte Lothar Matthäus in den Jahren 1990 und 1991 den Sprung zum Weltfußballer geschafft.

          Dafür waren bei den Frauen immerhin zwei deutsche Torjägerinnen in der Endausscheidung. Dabei hatten viele vor allem Grings zugetraut, den Titel zu holen. Die 31-Jährige hatte das DFB-Team in Finnland mit sechs Toren zum EM-Titel geschossen und zudem mit dem FCR Duisburg den Uefa-Pokal gewonnen. Letztlich erwies sich aber die beschwerliche Anreise nach Zürich als schlechtes Omen. Das Flugzeug hatte aufgrund der widrigen Wetterverhältnisse Verspätung, die Stürmerin traf deshalb erst kurz vor Beginn der Gala ein und landete am Ende sogar nur auf Platz fünf (216). Immerhin Zweite hinter Marta (833) wurde Birgit Prinz (290), die aber nicht in Zürich war, weil sie mit einer fiebrigen Grippe das Bett hüten musste. Noch vor Inka Grings landeten die Engländerin Kelly Smith (252) und die Brasilianerin Cristiane (239).

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