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Messi gegen Ronaldo : Der ewige Zweikampf um den „Goldenen Ball“

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Messi konnte den „Goldenen Ball“ schon vier Mal gewinnen. Bild: dpa

Bei der Fifa-Glitzergala wird wieder der Titel für den Weltfußballer des Jahres vergeben. Eigentlich dürfte der „Ballon d’Or“ im ewigen Duell zwischen Messi und Ronaldo in diesem Jahr nur an einen gehen.

          Lionel Messi zum Fünften? Oder Cristiano Ronaldo zum Vierten? Bei der Fifa-Glitzergala im Kongresshaus von Zürich wird die Vergabe des Ballon d’Or am Montag (18.30 Uhr / Live bei Sky und bei Eurosport) zum Schaulaufen der ewig gleichen Superstars. Seit 2008 haben entweder der argentinische Superstar vom FC Barcelona oder sein portugiesisches Pendant von Real Madrid die begehrte Trophäe als Weltfußballer des Jahres gewonnen.

          Der dritte Nominierte für das Finale in diesem Jahr heißt Neymar. Der Brasilianer hat aber wie die Bayern-Profis Franck Ribéry und Manuel Neuer in den vergangenen beiden Jahren praktisch keine Chance gegen die Strahlkraft von Messi und Ronaldo.

          Der Titelverteidiger: Solange Cristiano Ronaldo Fußball spielt, muss der Weltfußballer Cristiano Ronaldo heißen. Das meint zumindest Cristiano Ronaldo. Auch nach seine Titeln zwei und drei in den vergangenen beiden Jahren hat der Portugiese noch nicht genug. „Das ist Teil meines Erfolges. Ich wurde geboren, um der Beste zu sein“, sagte der Offensivmann von Real Madrid.

          2015 kann er im Gegensatz zu seinen viel dekorierten Kontrahenten keinen Titel aufweisen. Aber Torschützenkönig in der Primera Division wurde er. Und elf Tore in der abgelaufenen Gruppenphase der Champions League sind Rekord. Immerhin an Größe hat er gewonnen. Im Gegensatz zur Vergangenheit schwänzt er nicht die Zeremonie, nur weil der eigene Sieg nicht gesichert ist.

          Lionel Messi und Cristiano Ronaldo als „Caganers“-Weihnachtsfiguren – eine alte katalanische Tradition, die Glück bringen soll.

          Der Favorit: Lionel Messi muss den Ballon d’Or gewinnen. Das meint nicht Lionel Messi, sondern sein früherer Teamkollege Carles Puyol. Alles andere wäre eine „Ungerechtigkeit“, sagte der frühere Barça-Kapitän. Sechs Tore erzielte Messi in fünf Finalspielen der Katalanen. Nur im Champions-League-Endspiel gegen Juventus Turin blieb er ohne Treffer, auf dem Weg nach Berlin traf er aber zehnmal.

          Messi ist bislang der einzige Profi, der viermal in Serie die Ehrung erhielt. Als hätte es eines Belegs seiner außergewöhnlichen Klasse bedurft, schoss er seinen Klub noch am Samstag mit drei Toren zum 4:0 gegen Granada. Wie wichtig Messi ist, zeigte sich im Herbst, als das Wehklagen bei Barça wegen einer Knieverletzung des Superstars riesig war und sich der Verein gleich eine kleine Schwächephase leistete.

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          Der Außenseiter: Skandal, tönte es aus Brasilien, als der beste Fußballer des Landes 2013 wieder nicht für die Endrunde um den Ballon d’Or nominiert worden war. Neymar nicht unter den besten Drei der Welt? Das wollte man am Zuckerhut nicht glauben. Der Wechsel zum FC Barcelona zahlte sich für den 23-Jährigen auch in dieser Hinsicht aus. Erstmals ist er nun in Zürich in der Finalrunde dabei.

          Sein Name fällt aber nicht, wenn es um den Favoriten auf den Titel geht – noch nicht. Zu groß sind die Schatten von Messi und Cristiano Ronaldo, auch wenn er den Portugiesen offenbar als Top-Werbefigur bei Nike ablösen soll. Wenn die Ära der Ausnahmekönner eines Tages endet, hat Neymar alle Chancen, als erster Brasilianer seit Kaka 2007 zum Weltfußballer des Jahres aufzusteigen.

          Die beste Fußballerin: Nach den Siegen von Nadine Angerer und Nadine Keßler in den vergangenen Jahren hat es diesmal Célia Sasic in die Endrunde geschafft. Ein Sieg der im Sommer überraschend zurückgetretenen Frankfurterin wäre aber eine Überraschung – trotz sechs WM-Toren. Auch Carli Llyod traf im Sommer 2015 so oft und holte sich mit den Vereinigten Staaten noch den Titel. Dritte Nominierte ist die Japanerin Aya Miyama.

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