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Fußball-Nationalmannschaft : Erobern mit Flick

Leitet die Geschicke des DFB-Teams: Hansi Flick Bild: dpa

Auch unter Joachim Löw war die WM-Qualifikation 2018 ein Selbstläufer. Der Aufschwung unter dem neuen Bundestrainer zeigt vor allem: Mit Hansi Flick ist die Nationalmannschaft wieder bei sich – sehr zur Freude auch des Publikums.

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          Statt Weltmeisterschaft hieß es für Portugal am Sonntagabend „Weltschande“. So empfand jedenfalls die Zeitung Record die 1:2-Heimniederlage gegen Serbien, die für den Europameister von 2016 Gruppenplatz zwei und den Gang in die Play-offs bedeutete. Weil dort unter zwölf Bewerbern nur noch drei Plätze zu vergeben sind, ist Nervenkitzel garantiert. Und Cristiano Ronaldo bemühte sich schon einmal, dieser Geschichte den richtigen Dreh zu geben. „Der Fußball“, schrieb der Stürmerstar in den sozialen Netzwerken, „zeigt gelegentlich, dass uns die kurvenreichsten Wege zu den größten Zielen bringen.“

          Womit wir, über einen kleinen Umweg, bei der deutschen Nationalmannschaft wären. Die hat die Erfahrung gemacht, dass im Fußball manchmal auch der geradeste Weg nicht ans größte Ziel führt, sondern in die größtmögliche Peinlichkeit. Nur zur Erinnerung: Für die WM 2018 hatte sich das Team von Joachim Löw mit einer blitzsauberen Bilanz von zehn Siegen aus zehn Spielen und 43:4 Toren qualifiziert – und das in einer Gruppe, in der es mit Tschechien, Norwegen und Nordirland Gegner gab, die man für gewichtiger halten konnte als jene in der aktuellen Kampagne. Das schmähliche Ende ist bekannt, WM-Aus in der Vorrunde gegen Südkorea. Was nur zeigt: Dem Fußball ist’s erst mal schnuppe, wie der Weg kartographisch aussieht, entscheidend ist, mit welcher inneren Haltung man ihn angeht, und außerdem: was passiert, wenn Hindernisse auftauchen.

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