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Afrika-Cup 2019 : Ein Fußball-Turnier im Schatten der Skandale

  • -Aktualisiert am

Ein Bild des ägyptischen Angreifers Mohamed Salah prangt an einer Hauswand in Kairo. Bild: EPA

Der Afrika-Cup sollte für den Fußballverband die Wende zum Besseren markieren. Nun aber geht es doch wieder drunter und drüber. Dabei hat auch der Fußball-Weltverband seine Finger im Spiel – und erntet heftige Kritik.

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          Diesmal sollte vieles anders werden. Der Afrika-Cup, in seiner 32. Auflage, als Wende zum Besseren im afrikanischen Fußball: ein großes, schönes Turnier unter neuer Leitung. Transparent organisiert, mit 24 statt 16 Teams, verlegt aus dem Winter in die Sommerpause der großen europäischen Ligen. Damit die afrikanischen Profis ihren Klubs nicht mehr mitten in der Spielzeit wochenlang fehlen. Am Freitagabend besiegte Gastgeber Ägypten im Eröffnungsspiel Zimbabwe mit 1:0 (1:0). Doch die Realität hat den Afrikanischen Fußballverband Caf schnell eingeholt, und das nicht nur, weil das Turnier Anfang Januar von Kamerun nach Ägypten verlegt worden war, wegen Verzögerungen im Stadionbau und Zweifeln an der Sicherheitslage. Auch die Caf selbst steht in einem zweifelhaften Licht da – mal wieder.

          Ahmad Ahmad ist seit dem Frühjahr 2017 neuer Präsident des Kontinentalverbands. Es war damals eine große Überraschung, dass er sich in der Wahl gegen den langjährigen Platzhirsch Issa Hayatou durchsetzte – Gerüchten zufolge hatte Fifa-Chef Gianni Infantino die Ablösung des ungeliebten Kameruners unterstützt. Vetternwirtschaft und „Gefälligkeiten unter Ehrenmännern“ sollten ein Ende haben. Weg mit den am Fußballverband wie Leim klebenden Begriffen Chaos und Korruption. Doch bevor überhaupt nur ein Ball rollen konnte, hatte die Caf schon wieder riesigen Ärger am Hals.

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