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Fußball im Reich der Mitte : Plötzlich Chinese

Grundschüler üben an einer chinesischen Schule den Umgang mit dem Ball – ist das der Nachwuchs, den China für die WM braucht? Bild: ddp/Pan kanjun - Imaginechina

Staatspräsident Xi Jinping möchte sein Land bald bei einer Fußball-WM sehen. Trotz enormer Gelder will Chinas Fußball aber nicht richtig zünden. Deshalb bürgert der Verband nun geeignete Spieler ein.

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          Bei der Nationalhymne steht Nico Yennaris ganz vorn in der Reihe. Die Kamera verharrt kurz auf seinem Gesicht, lange genug, um zu zeigen, dass er textsicher mitsingt. Als ihn nach dem Spiel ein Reporter darauf anspricht, lächelt er schüchtern. Die Hymne sei das Erste, was er auf Chinesisch gelernt habe, sagt der gebürtige Brite. Er hoffe, dass er in ein paar Monaten Interviews auf Chinesisch geben könne.

          Friederike Böge

          Politische Korrespondentin für Ostasien.

          Es ist nicht irgendein Spiel an diesem 7. Juni gegen die Philippinen. Es ist das erste Länderspiel in der Geschichte der chinesischen Nationalmannschaft, in dem ein eingebürgerter Spieler zum Einsatz kommt. China sei damit im 21. Jahrhundert angekommen, urteilt die „South China Morning Post“. Die Bedeutung „dieses Moments“ für den chinesischen Fußball sei nicht zu überschätzen.

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