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Warnung von Jürgen Klopp : „Sie sind eine Bedrohung“

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Will mit dem FC Liverpool an die Spitze der englischen Liga: Jürgen Klopp Bild: AFP

Der Druck auf Jürgen Klopp und den FC Liverpool ist im Titelrennen der Premier League größer geworden. Am Wochenende winkt den Reds die Rückeroberung der Tabellenführung – doch jemand will genau das verhindern.

          Das Monster, dem sich Jürgen Klopp stellen muss, wäre ohne sein Zutun womöglich nie entstanden. „Manchester United ist wieder eine Bedrohung“, sagte der Teammanager des FC Liverpool vor dem Gastspiel beim wiedererstarkten Gegner am Sonntag (15.05 Uhr). Denn mit dem Team, dem Klopp im Dezember beim 3:1 in Liverpool klar die Grenzen aufzeigte, hat das Manchester United der Gegenwart nichts mehr zu tun. Die damalige Pleite führte zur Entlassung des portugiesischen Startrainers Jose Mourinho. United setzte seinen früheren Stürmer Ole Gunnar Solskjaer bis Saisonende als Interimscoach ein – und alles wurde anders.

          Der Ole-Effekt zeigte Wirkung. In wettbewerbsübergreifend 13 Spielen unter dem Norweger verlor Manchester nur einmal in der Champions League (0:2 gegen Paris St. Germain). In der Liga kletterte der Rekordmeister auf Rang vier, am vergangenen Montag schaltete das Solskjaer-Team den FC Chelsea im FA-Cup (2:0) aus. „Seit Ole da ist, hat sich praktisch alles verändert“, sagte Klopp: „Sie sind physisch stark, verteidigen und attackieren gut, sind flexibel und voller Selbstvertrauen. Es treffen zwei starke Teams aufeinander, alles ist offen.“

          Für Liverpool stellt das Gastspiel in Manchester eine Bedrohung dar, United ist in England das Team der Stunde. Im Titelrennen der Premier League sind die Reds ohnehin unter Druck geraten. Verliert Liverpool, verhilft ausgerechnet der Stadtrivale damit dem Tabellenführer Manchester City. „Es wird ein großes Spiel“, sagte Klopp, der in der Innenverteidigung wieder auf Abwehrchef Virgil van Dijk setzen kann.

          „Es hat ihm immer viel bedeutet, Liverpool zu bezwingen“

          Manchester verfolgt eigene Ziele. Ins Kampf um die Meisterschaft werden sich die Red Devils angesichts der schwachen Hinrunde nicht mehr einschalten. Die abermalige Qualifikation für die Königsklasse ist das Mindestziel, für Solskjaer spiegelt sie das Selbstverständnis des Klubs wider. „Wir wollen ein Team aufbauen, das der Geschichte von Manchester United gerecht wird“, sagte der 45-Jährige. Er selbst ist im Verein längst unsterblich. Sein Siegtreffer in der Nachspielzeit des Champions-League-Finals 1999 gegen Bayern München ist für die Ewigkeit. Sir Alex Ferguson war damals als Teammanager Wegbereiter des Erfolges. Inzwischen dient er Solskjaer als Mentor.

          Ferguson füllte die tiefe Rivalität zwischen den beiden Erfolgsklubs stets mit Leben. Vor dem Duell mit Klopp, glaubt Solskjaer, könnten dies dem aktuellen Kader ins Gedächtnis gerufen werden: „Wenn Sir Alex die Kabinenansprache halten will, wäre er sehr willkommen. Es hat ihm immer viel bedeutet, Liverpool zu bezwingen.“

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