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Waldhof Mannheim : Renaissance eines Arbeiterklubs

  • -Aktualisiert am

Gemeinsam stark: Das Team von Waldhof Mannheim beim Spiel gegen 1860 München Bild: Picture-Alliance

Eine neue Generation der „Waldhof-Buwe“ wird es kaum geben. Aber die Mannheimer, einst gefürchtet, richten sich nach einem Überlebenskampf wieder auf. Im Pokal wartet mit der Eintracht nun ein „Traumlos“.

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          Am Alsenweg, dem in die Jahre gekommenen Trainingsgelände des SV Waldhof im Mannheimer Norden, kann man ihn immer noch spüren, den Geist der „guten alten Tage“. Als Trainer Klaus Schlappner, der häufig einen Pepitahut trug, 1983 eine Ansammlung überschaubar talentierter Halbprofis überraschend in die Bundesliga führte. Eine außergewöhnliche Leistung, die in der 300.000-Einwohner-Stadt im nördlichsten Zipfel Baden-Württembergs bis heute als „Waldhof-Wunder“ gepriesen wird.

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          Bis 1990 behaupteten sich die Mannheimer in der deutschen Eliteklasse, brachten Nationalspieler wie Jürgen Kohler, Christian Wörns oder Maurizio Gaudino hervor und setzten traditionell auf kompromisslose Verteidiger wie Dimitrios Tsionanis oder Dieter Schlindwein, von denen es hieß, sie würden bei Bedarf auch eine Kiste Bier aus dem Strafraum köpfen. Die „Waldhof-Schule“ eben. Lang, lang ist’s her.

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