https://www.faz.net/-gtl-9gkr9

Frauenfußball : Voss-Tecklenburg nach WM-Aus zum DFB

  • Aktualisiert am

Abschied nach sechs Jahren: Martin Voss-Tecklenburg beendet ihre Tätigkeit beiM Schwizer Nationalteam. Bild: EPA

Abschied mit Blumen und Niederlage: Martina Voss-Tecklenburg blieb der krönende Abschluss ihrer Zeit als Schweizer Nationaltrainerin versagt. Sie verabschiedet sich mit dem Ausscheiden Im Playoff gegen Europameister Niederlande zum DFB.

          Die künftige deutsche Frauenfußball-Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg ist bei ihrem letzten Spiel mit der Schweiz in der Qualifikation zur WM 2019 in Frankreich gescheitert. Für die Schweizerinnen, die lange in Überzahl spielten, war das 1:1 (0:0) im Rückspiel der entscheidenden Play-off-Runde gegen die Niederlande zu wenig. Vivianne Miedema (52.) traf für den Europameister, Coumba Sow (71.) glich für die Nati aus. Das Hinspiel in Utrecht hatte das Team von Voss-Tecklenburg bereits mit 0:3 verloren. Oranje-Kapitänin Anouk Dekker (8.) sah in Schaffhausen wegen einer Notbremse früh die Rote Karte. Trotzdem hatten die Gäste vor allem in der ersten Hälfte die besseren Torchancen.

          Spielplan der Frauenfußball-WM 2019 in Frankreich

          Voss-Tecklenburg tritt nun ihren Job beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) an und löst Interims-Bundestrainer Horst Hrubesch ab, der seine eigentlich nur bis September angedachte Tätigkeit kurzfristig verlängern musste, weil die Schweiz unerwartet noch in die Playoffs musste. Nach acht Siegen in den ersten acht Spielen verspielte das Team von Voss-Tecklenburg in den beiden letzten Gruppenspielen etwas leichtfertig die Direktqualifikation für die WM und musste in eine Endausscheidung der vier besten Gruppenzweiten. Nach einem Sieg gegen Belgien im Halbfinale war nun die Niederlande erwartungsgemäß zu stark.

          "Ich bin sehr, sehr traurig", sagte die 50-Jährige dem Schweizer „Blick“. „Es überwiegt aber die Dankbarkeit für eine wunderbare Zeit, die mir auch eine neue Möglichkeit eröffnet hat, die ich ansonsten eventuell nicht bekommen hätte." Die Schweizerinnen lassen sie ungerne ziehen. „Sie hat den Schweizer Frauenfußball mit ihrem Glauben an uns und ihrer deutschen Mentalität vorangebracht", sagte die frühere Potsdamerin Lia Wälti. Ihre Leidenschaft für den Sport sei einzigartig, „und auch als Mensch ist sie uns ans Herz gewachsen".

          Die 125-malige deutsche Nationalspielerin Voss-Tecklenburg wird am 30. November in Frankfurt offiziell als neue Bundestrainerin vorgestellt. Hrubesch kam am Dienstag in seinem letzten Spiel mit den deutschen Fußballerinnen nicht über ein 0:0 gegen Spanien hinaus kam.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          EVP-Spitzenkandidat Manfred Weber

          Streit um EU-Jobs : EVP-Kandidat Weber greift Macron an

          Manfred Weber geht im Ringen um den Job als EU-Kommissionspräsident in die Offensive. Er wirft seinen Gegnern destruktives Verhalten vor und warnt: „Die Frustration von Wählern ist absehbar.“

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.