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Sorgen für Trainer Klopp : Liverpool und das Rätsel um van Dijks Verletzung

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Der verletzte Virgil van Dijk (rechts) verlässt mit einem Betreuer den Rasen beim Spiel in Everton. Bild: Reuters

Beim FC Liverpool läuft vieles nicht rund. Jürgen Klopp schimpft über den Videoassistenten beim Spiel in Everton. Und nun fällt auch noch Virgil van Dijk aus. Wie schlimm es um den Abwehrchef wirklich bestellt ist, bleibt aber unklar.

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          Der englische Fußball-Meister FC Liverpool und sein deutscher Teammanager Jürgen Klopp müssen auf unbestimmte Zeit auf Abwehrstar Virgil van Dijk verzichten. Wie die Reds am Sonntag mitteilten, wird der 29 Jahre alte Niederländer wegen einer nicht näher erläuterten Bänderverletzung am Knie operiert. Eine genaue Diagnose gab der Klub nicht ab und gab damit Rätsel auf, wie schlimm es um den Nationalspieler der Elftal wirklich bestellt ist.

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          Dass van Dijk am Samstag im Derby beim FC Everton (2:2) durch die Attacke von Torwart Jordan Pickford einen Kreuzbandriss erlitten habe, wie Medien berichteten, bestätigte Liverpool nicht explizit. „Für seine Rückkehr ins Geschehen wurde kein spezifischer Zeitrahmen festgelegt. Nach der OP wird Virgil van Dijk ein Rehabilitationsprogramm mit der medizinischen Abteilung des Teams beginnen“, hieß es in der sehr allgemein gefassten Klub-Mitteilung.

          Der lange Ausfall seines Defensivchefs dürfte Jürgen Klopp die Laune noch weiter verschlechtert haben. Nach einem beinharten Merseyside-Derby schnaufte er sowieso schon, als ihm ein Reporter erzählte, dass sein FC Liverpool eigentlich hätte gewinnen müssen. Der deutsche Teammanager sammelte sich und brachte nur ein kurzes „Okay“ heraus, denn der Journalist hatte ihm gerade erklärt: Vor dem vermeintlichen 3:2-Siegtor von Jordan Henderson in der Nachspielzeit lag kein Abseits vor. Der ultimative Stimmungskiller in einer Partie voller Nackenschläge für Klopp.

          Auf der Pressekonferenz nach dem 2:2 (1:1) beim FC Everton raunte Klopp: „Seitdem hatte ich zehn Interviews und jeder sagte mir, dass es kein Abseits war. Das hebt meine Laune nicht.“ Tatsächlich war mit bloßem Auge nicht erkennbar, dass Sadio Mane beim Zuspiel von Thiago im Abseits stand, bevor er auf Henderson ablegte. Auch nach Ansicht der Videobilder sah alles nach einem regulären Tor aus.

          Folglich konnte beim FC Liverpool niemand die Entscheidung der Videoschiedsrichter nachvollziehen. „Die biegen die Linie manchmal, damit es Abseits wird. Keine Ahnung wie die das machen“, sagte Henderson scherzhaft bei BT Sport. Weniger zu Späßen aufgelegt war sein Vorgesetzter. „Ich bin ein echter Befürworter des VAR, aber dann würde man erwarten, dass man besonders bei Abseits die richtige Entscheidung trifft“, so Klopp. Dass er so gereizt war, war verständlich, die Szene war nur der Höhepunkt einer besonders für ihn dramatischen Partie.

          Klopp hatte van Dijk früh verloren, in der sechsten Minute war der Niederländer böse von Evertons Torwart Pickford abgegrätscht worden. „Ich will nicht sagen, dass Pickford es tun wollte, aber das ist kein Zweikampf, den ein Torwart im Strafraum so führen kann“, sagte Klopp. Die Entscheidung im Spiel: Kein Foul, weil Abseits – und der VAR griff nicht ein.

          Auch Mittelfeld-Zauberer Thiago, den Evertons Richarlison kurz vor Schluss übel von den Beinen geholt und dafür Rot gesehen hatte, deutete eine Verletzung an. Für Klopp ein Tag zum Vergessen, obwohl er mit der Vorstellung seiner Mannschaft eigentlich zufrieden war nach der 2:7-Schmach gegen Aston Villa vor der Länderspielpause.

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