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Viel Wirbel um den „Clasico“ : „Vom Feuer umringt“

  • -Aktualisiert am

Gestenreich: Ein Protestant mit der katalanischen Flagge in Barcelona Bild: AFP

Ein Sturm auf dem Feld bricht nicht aus beim Aufeinandertreffen der beiden Topklubs aus der spanischen Liga. Das Duell zwischen dem FC Barcelona und Real Madrid bringt aber andere Erkenntnisse.

          3 Min.

          „Viel Lärm, wenig Clásico.“ So enttäuscht kommentierte die katalanische Sportgazette „Sport“ das vermeintliche Spitzenspiel zwischen dem FC Barcelona und Real Madrid. Ganz anders die Reaktionen der Madrider Sportpresse: Die Marca beschrieb die Partie als „vom Feuer umringt“. „Weißer Tsunami ohne Tor“, schrieb „AS“. Eine Anspielung auf die Initiative „Demokratischer Tsunami“, von der die Polizei sogar einen Platzsturm befürchtet hatte. Am Ende blieb es im Stadion selbst bei Spruchbändern und ein paar Plastikbällen, die Zuschauer aufs Spielfeld warfen.

          Real Madrid trat tatsächlich couragiert und selbstbewusst auf, Barça fand nie zu seinem Spiel. Für einen weißen Wirbelsturm, den die Madrider Sportjournalisten ausgemacht haben wollten, fehlte es allerdings an Toren. „Wir wissen selbst, wie wir gespielt haben“, sagte Reals Trainer Zinedine Zidane, „ernsthaft und konzentriert. Aber wenn Du Deine Chancen nicht reinmachst, hilft Dir auch ein gutes Spiel nicht weiter.“ Trotz der Enttäuschung hat der Franzose jedoch sein Lächeln wiedergefunden, und sein entspanntes Auftreten scheint sich auf die Mannschaft zu übertragen, die auch starke Gegner wie zuletzt PSG aus Paris in der Champions League – das Spiel endete 2:2 – oder auch jetzt den FC Barcelona wieder dominieren kann.

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