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Videobeweis im DFB-Pokal : Kabel in Kaiserslautern ohne Anschluss

  • Aktualisiert am

Der Videobeweis kommt im DFB-Pokal nicht zwingend aus dem Keller in Köln. Bild: dpa

Der Videobeweis kommt im DFB-Pokal diesmal eine Runde früher, aus technischen Gründen aber nicht zwingend aus dem Keller in Köln. In Spanien sorgt die Überprüfung für ein kurioses Novum.

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          Das markante viereckige Zeichen, dass die Schiedsrichter immer öfter in die Luft malen, wenn sie eine Entscheidung überprüfen müssen, kommt im DFB-Pokal diesmal schon eine Runde früher zum Einsatz. Bereits in den Achtelfinalspielen des DFB-Pokals am Dienstag und Mittwoch (jeweils ab 18.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zum DFB-Pokal) kann der Videobeweis befragt werden – und nicht erst im Viertelfinale wie in der Vorsaison. Allerdings können drei der acht Partien aus technischen Gründen nicht zentral in Köln überprüft werden – dafür gibt es eine Sonderlösung.

          So werden vor den Stadien des Drittliga-Klubs 1. FC Kaiserslautern (gegen Fortuna Düsseldorf) sowie der beiden Regionalliga-Vereine 1. FC Saarbrücken (gegen den Karlsruher SC) und SC Verl (gegen Union Berlin) jeweils ein Van vorfahren, in dem der für das Spiel zuständige Video-Assistent sitzt.

          Bei Stadien, die nicht über eine direkte Anbindung an das Video Assist Center in Köln verfügen, wurde auch in der vergangenen Saison auf die Van-Lösung zurückgegriffen, um einen Einsatz des Videoassistenten zu gewährleisten.

          Wie der kicker an diesem Montag berichtet, sind auf dem Betzenberg in Kaiserslautern die erforderlichen Glasfaserkabel sogar verlegt, jedoch ohne Verbindung nach Köln. „Diese jetzt zu installieren wäre wesentlich teurer als die Van-Lösung, die in vielen Ländern üblich ist“, sagte Jochen Drees, Projektleiter Videobeweis beim DFB, dem Fachmagazin.

          Fußballer fliegt zweimal vom Platz

          Unterdessen hat der Videobeweis in der zweiten spanischen Fußballliga für ein kurioses Novum gesorgt: im Spiel gegen den FC Girona flog Cristobal Marquez von CF Fuenlabrada innerhalb von vier Minuten gleich zweimal vom Platz. Zunächst hatte der Mittelfeldspieler wegen eines Fouls vom Schiedsrichter die Rote Karte gesehen. Er wurde in die Kabine geschickt, doch nach Ansicht der Aktion durch den Video-Assistenten ließ der Referee den Spieler wieder zurückholen und reduzierte das Strafmaß auf Gelb.

          Doch noch vor Wiederaufnahme der Partie lieferte sich Marquez ein Wortgefecht mit Gironas Alex Granell. Beide sahen dafür Gelb. Für Marquez bedeutete diese Entscheidung Gelb-Rot und somit doch den Platzverweis und den abermaligen, diesmal endgültigen Gang in die Umkleidekabine. Girona gewann die Partie in Fuenlabrada mit 1:0.

          DFB-Pokal-Achtelfinale

          Dienstag, 4. Februar:
          Eintracht Frankfurt - RB Leipzig (18.30)
          1. FC Kaiserslautern - Fortuna Düsseldorf (18.30)
          Schalke 04 - Hertha BSC (20.45)
          Werder Bremen - Borussia Dortmund (20.45)

          Mittwoch, 5. Februar:
          Bayer Leverkusen - VfB Stuttgart (18.30)
          SC Verl - Union Berlin (18.30)
          1. FC Saarbrücken - Karlsruher SC (20.45)
          Bayern München - TSG Hoffenheim (20.45)

          Viertelfinale: 3. und 4. März 2020
          Halbfinale: 21. und 22. April 2020
          Finale in Berlin: 23. Mai 2020

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