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Nach Klinsmanns Absage : Der VfB ist pikiert

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Strahlemann nur nach außen: Klinsmann gilt als zu kritisch für den VfB Bild: Picture-Alliance

Der VfB Stuttgart reagiert kühl auf die Absage von Jürgen Klinsmann. Dessen Aussagen seien „nicht nachvollziehbar“, so Interimspräsident Gaiser im Namen des Aufsichtsrates des Vereins.

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          Die deutliche Botschaft aus Kalifornien traf den VfB Stuttgart unerwartet. „Die Aussagen von Jürgen Klinsmann, dass die Kommunikation nicht zielführend und ohne jegliche Dringlichkeit seitens des VfB gewesen sein soll, haben uns überrascht und sind nicht nachvollziehbar“, sagte Interimspräsident Bernd Gaiser im Namen des Aufsichtsrates der Schwaben.

          Am Samstag sollten die Verhandlungen zwischen der Führung des Fußball-Zweitligaklubs und VfB-Ikone Klinsmann eigentlich fortgesetzt werden. Man bedauere, so Gaiser, „dass nach einem ersten konstruktiven Gespräch mit ihm nun keine Vertiefung der Gespräche über eine mögliche Zusammenarbeit stattfinden wird“. Klinsmann habe doch gewusst, „dass wir auch Gespräche mit weiteren Kandidaten führen und der sorgfältige Auswahlprozess für die Position des Vorstandsvorsitzenden längere Zeit in Anspruch nehmen wird“.

          Aus diesem Rennen um das neu geschaffene Amt des Vorstandsbosses ist Klinsmann nun endgültig raus. Vielleicht war Klinsmann auch nur einer Absage zuvorgekommen, denn gegen den früheren Bundestrainer, der als unbequemer Geist gilt, soll es intern Vorbehalte gegeben haben. Nun werden weitere Namen gehandelt. Der ehemalige Kölner Geschäftsführer Alexander Wehrle, der einst beim VfB seine Karriere begann, wird ebenso genannt wie der frühere Düsseldorfer Vorstandschef Robert Schäfer. Möglich ist aber auch, dass VfB-Sportvorstand Thomas Hitzlsperger zum Vorstandschef aufsteigt und Sportdirektor Sven Mislintat dessen Posten übernimmt. Von Klinsmann war immerhin noch zu hören, dass sein Herz weiterhin für den VfB schlage.

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