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Verletzungen von Fußballprofis : Darf das eigentlich jeder wissen?

  • -Aktualisiert am

Häufig von Verletzungen geplagt: Dortmunds Marco Reus (Zweiter von links) liegt am Boden. Bild: Picture-Alliance

Wie gehen die Klubs mit Verletzungen ihrer Spieler um? Informationen über den Gesundheitszustand von Fußball-Profis werden oft freizügig weitergegeben. Doch die Rechtslage ist äußerst umstritten.

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          Es gibt wohl keinen Körperteil, den die Bundesliga in den vergangenen Wochen so intensiv beschäftigt hat wie den rechten Oberschenkel von Marco Reus. Mehr als drei Wochen musste der Kapitän von Borussia Dortmund aufgrund einer Muskelverletzung pausieren, mehrfach hoffte man vergeblich auf eine Rückkehr des vielleicht besten Spielers der Hinrunde. Bei Fans, Journalisten und sicher auch beim großen Konkurrenten aus München stand die Frage im Raum: Wann kann Reus wieder trainieren? Wie schwerwiegend ist die Blessur wirklich? Wird der wohl wichtigste Spieler des Tabellenführers die Verletzung mit der erforderlichen Geduld auskurieren? Wie reagiert der Körper auf die Therapie? Der BVB schwieg zu all diesen Fragen.

          Dahinter steckt eine durchdachte Strategie. „Weltweit gibt es riesiges Interesse am Profifußball. Es ist ein schmaler Grat, auf dieser immens großen Bühne abzuwägen zwischen dem Interesse der Öffentlichkeit an Informationen und dem vorrangigen Bedürfnis eines Spielers, Privates privat zu halten“, sagt BVB-Kommunikationschef Sascha Fligge: „Fußballer sind zuallererst Menschen, und Menschen haben das gute Recht, nicht jedes ihre Gesundheit betreffende Detail veröffentlicht zu wissen.“ Diese Haltung wurde zum Schutz der Privatsphäre der Spieler, aber auch als Reaktion auf eine komplizierte Rechtslage eingenommen.

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