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Fußball-Drittligaklub : Verfassungsschutz überprüft Ordner von Energie Cottbus

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Der Eingang zum „Stadion der Freundschaft“ des FC Energie Cottbus: Die Ordner sollen vom Verfassungsschutz überprüft werden. Bild: ZB

Nach dem Nazi-Skandal in Chemnitz kommt es auch in Cottbus zu einem ähnlichen Vorfall. Der Verfassungsschutz überprüft nun das Sicherheitspersonal des Stadions.

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          Die Ordner von Fußball-Drittligaklub FC Energie Cottbus werden vom Verfassungsschutz überprüft. Das bestätigte am Montag ein Sprecher des brandenburgischen Innenministeriums. „Wir haben dem Verein schon vor zwei Jahren angeboten, dass der Verfassungsschutz die Mitarbeiter in sicherheitsrelevanten Bereichen checkt“. Nun habe er das Angebot angenommen, so der Sprecher.

          Nach einer umstrittenen Trauerbekundung für einen toten rechtsextremen Fan im Stadion von Regionalligaklub Chemnitzer FC hatte es auch beim FC Energie Beileidsbekundungen von Fans gegeben. Bei einem Drittliga-Spiel gegen Preußen Münster hing im Innenraum ein Banner mit der Aufschrift „Ruhe in Frieden Tommy“. Gemeint ist der gestorbene Thomas Haller, der als Mitbegründer einer ehemaligen rechtsextremen Organisation in Chemnitz galt.

          Energie Cottbus muss nach Angaben des Ministeriums Namenslisten von Mitarbeitern schicken, die für den Verein im Sicherheitsdienst arbeiten. Der Verfassungsschutz werde dann überprüfen, wer im System des Inlandsnachrichtendienstes schon erfasst sei. Klubsprecher Stefan Scharfenberg-Hecht sagte dazu am Montag, der Verein werde sich mit dem Verfassungsschutz zeitnah treffen, um über die Weitergabe der Listen mit Namen des Ordnungspersonals bei Heimspielen zu sprechen.

          Die Stadt Cottbus begrüßte, dass Energie das Angebot des Verfassungsschutzes annimmt. Ob das helfe, werde sich zeigen, sagte ein Sprecher am Montag. Diese Entscheidung sei allein Sache des Vereins.

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