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Sassuolo Calcio : Video-Assistent nimmt alle Tore wieder weg

  • Aktualisiert am

Abseits? Abseits! Francesco Manganelli (links) und Sassuolo Calcio wurden vier Tore aberkannt. Bild: AP

Sassuolo Calcio schießt im Spiel in Neapel vier Tore – und verliert doch mit 0:2. Wie geht sowas? Alle Treffer werden vom Video Assistant Referee wegen Abseits aberkannt. Italiens Medien leiden mit Sassuolo.

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          Der Video Assistant Referee (VAR) kannte am Samstagabend in Italiens Fußball-Meisterschaft kein Pardon mit Sassuolo Calcio. Beim 0:2 bei der SSC Neapel wurden vier Tore der Gäste vom VAR wegen Abseits nicht gegeben. „Der VAR ist für Sassuolo schlimmer als eine Radarfalle auf der Straße und bestraft Sassuolo wie kein Team zuvor. Die neue Technologie sorgt für Rekorde“, kommentierte die „Gazzetta dello Sport“. „Ein Festival nicht gegebener Tore für Sassuolo. Noch nie ist der VAR so hart gegen eine Mannschaft vorgegangen“, urteilte der „Corriere dello Sport“.

          Neapel war in der achten Spielminute durch Elseid Hysaj in Führung gegangen. Der Sassuolo-Profi Filip Djuricic erzielte in der 32. Minute scheinbar den Ausgleich, das Schiedsrichterteam erkannte den Treffer jedoch wegen Abseits nicht an. Weitere drei Tore wiederum von Djuricic sowie durch Francesco Caputo und Domenico Berardi wurden vom Video-Schiedsrichter ebenfalls zurückgenommen. Zum Schluss musste Sassuolo noch das 0:2 hinnehmen.

          Inter Mailand übernahm derweil den zweiten Tabellenplatz übernommen. Die Mannschaft von Trainer Antonio Conte setzte sich am Samstagabend beim CFC Genua mit 3:0 (1:0) durch und zieht mit 76 Punkten nach 36 Spieltagen an Atalanta Bergamo vorbei (75). Der Klub des deutschen Profis Robin Gosens hatte sich am Freitagabend mit 1:1 (1:1) auswärts vom AC Mailand getrennt.

          Der belgische Nationalspieler Romelu Lukaku brachte Inter in Genua in der 34. Minute in Führung, Sturmpartner Alexis Sánchez (83.) und wieder Lukaku (90.+3) machten den Auswärtserfolg und den Sprung auf Platz zwei perfekt. Spitzenreiter Juventus Turin (80 Punkte) kann am Sonntag (21.45 Uhr bei DAZN) mit einem Sieg über Sampdoria Genua den neunten Titelgewinn in Serie klarmachen.

          Nach den Gerüchten um ein Interesse von Inter Mailand an Superstar Lionel Messi haben der Klub-Chef und der Trainer entsprechende Transferbemühungen verneint. „Wir reden hier von Fantacalcio (ein virtuelles Managerspiel), das ist absolut kein Ziel von uns“, sagte Geschäftsführer Giuseppe Marotta zu Sky. „Ich glaube, dass Messi sein Leben und seine Fußball-Zukunft in Barcelona sieht. Daran sehe ich nicht den Hauch eines Zweifels.“

          Zuletzt hatte es Spekulationen gegeben, dass der mehrmalige Weltfußballer die Katalanen verlassen könnte, nachdem es sportlich kriselte und die Meisterschaft an Real Madrid ging. Italienische Medien sahen ein weiteres Indiz für einen Wechsel in die Serie A darin, dass Messis Vater und Manager in Mailand ein Anwesen kaufte.

          Auch Inter-Trainer Antonio Conte hält eine Verpflichtung des 33 Jahre alten Argentiniers für unmöglich. „Ich glaube es gibt keinen Verrückten auf dieser Welt, der Messi nicht trainieren wollte. Aber in diesem Moment ist er für Inter nicht realisierbar, und das aus sehr vielen Gründen“, sagte der Coach. Messi bestritt seine gesamte Profi-Karriere beim FC Barcelona. Er gewann unter anderem viermal die Champions League und zehn Meistertitel.

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