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Nach Saibene-Entlassung : Neuhaus übernimmt Arminia Bielefeld

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Zuvor bei Dynamo Dresden, jetzt bei Arminia Bielefeld: Uwe Neuhaus Bild: dpa

Nur wenige Stunden ist es her, dass Arminia Bielefeld die Entlassung von Trainer Saibene bekanntgegeben hat. Jetzt steht sein Nachfolger fest. Die schwierigen Aufgaben lassen nicht lange auf sich warten.

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          Nach der Beurlaubung von Jeff Saibene soll nun Uwe Neuhaus als Cheftrainer die lange Erfolglos-Serie bei Arminia Bielefeld stoppen. Der 59-jährige Ex-Coach von Dynamo Dresden und dem 1. FC Union Berlin erhält in Ostwestfalen einen Vertrag bis zum 30. Juni 2020. Sein Co-Trainer wird Peter Nemeth. Schon am Dienstag wird das neue Duo ab 15.00 Uhr das Teamtraining leiten.

          „Wir sehen das Erreichen unserer Ziele als gefährdet an“, begründete Samir Arabi, der Geschäftsführer Sport, die Entscheidung des Zweitligavereins, den Luxemburger Saibene zu beurlauben. Co-Trainer und ehemalige Profi Carsten Rump muss ebenfalls gehen. Bielefeld blieb in den vergangenen zehn Pflichtspielen sieglos und kassierte sieben Niederlagen. In der Tabelle rutschte der Club auf Rang 14 ab.

          Neuhaus war in dieser Saison selbst schon von einer Beurlaubung betroffen: Im August erfolgte die Trennung zwischen ihm und Dynamo Dresden. Am Freitag (18.30 Uhr/Sky) bei Holstein Kiel wartet nun die erste Pflichtaufgabe bei seinem neuen Team.

          Bereits die achte Trainerentlassung in der zweiten Liga

          „Uwe Neuhaus ist ein sehr erfahrener Trainer, der gemeinsam mit seinem Trainerteam in der Lage ist, die Mannschaft weiterzuentwickeln und unsere Ziele zu erreichen“, kommentierte Arminias Sport-Geschäftsführer Samir Arabi die Personalie. Am Nachmittag hatte sich Arabi noch zum Trainer-Wechsel geäußert und festgehalten: „Nach intensiven Gesprächen mit allen Verantwortungsträgern des Klubs sind wir gemeinsam zu der Überzeugung gelangt, eine Veränderung auf der Position des Chef- sowie Co-Trainers vornehmen zu müssen.“ Saibene hatte die Arminia-Profis im März 2017 übernommen.

          Bei seinem Amtsantritt standen die Ostwestfalen auf dem 16. Tabellenplatz. Doch der erste Luxemburger im deutschen Profifußball auf der Trainerbank überhaupt schaffte den Klassenerhalt. In der Saison 2017/18 führte der jetzt 50-Jährige die Arminia auf Platz vier. In der aktuellen Spielzeit blieb der Erfolg aber aus. Auch am vergangenen Spieltag reichte es im Heimspiel gegen den Tabellenvorletzten SV Sandhausen nur zu einem 1:1.

          Trotz der Trennung geht Saibene ohne Groll. „Die Erinnerungen an meine Zeit in Bielefeld sind absolut positiv, weil wir uns gemeinsam aus einer schwierigen Situation gerettet und in der Liga stabilisiert haben“, wurde Saibene in einer Vereinsmitteilung zitiert.

          Die Beurlaubung von Saibene ist bereits die achte Trainer-Trennung in dieser Saison der 2. Bundesliga. Zuvor hatten neben Dresden auch der MSV Duisburg, der SV Sandhausen, der Hamburger SV und der 1. FC  Magdeburg ihren Chefcoach ausgewechselt, beim FC Ingolstadt waren es mit Stefan Leitl und Alexander Nouri sogar zwei.

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