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Kampf um gleiche Bezahlung : Amerikanische Fußballerinnen „werden in Berufung gehen“

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„Ich war schockiert über das Urteil und die Erklärung“: Weltfußballerin Megan Rapinoe will weiter für die Rechte der Fußballerinnen kämpfen. Bild: Reuters

Megan Rapinoe gibt nicht auf: Die Weltfußballerin äußerte sich nun „schockiert über das Urteil“ im Kampf um gleiche Bezahlung wie die weniger erfolgreichen amerikanischen Männer. Nun streben die Spielerinnen die Berufung an.

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          Das amerikanische Fußballnationaltam der Frauen um Spitzenspielerin Megan Rapinoe will den Kampf um die gleiche Bezahlung wie ihre männlichen Kollegen nicht aufgeben. Wie schon unmittelbar nach der Entscheidung eines Richters in Kalifornien betonte Rapinoe am Montag abermals ihre Enttäuschung. „Ich war schockiert über das Urteil und die Erklärung“, sagte sie in der ABC-Sendung „Good Morning America“. „Wir werden definitiv in Berufung gehen und weitermachen“, sagte die 34-Jährige.

          Die Mannschaft des viermaligen Weltmeisters und viermaligen Olympiasiegers streitet sich seit Monaten mit dem eigenen Verband und will gleich entlohnt werden wie die Männer. Ein Bundesgericht in Kalifornien hatte die Klage auf gleiche Bezahlung nun abgewiesen.

          In der Urteilsbegründung von Richter R. Gary Klausner vom Freitag (Ortszeit) hieß es unter anderem, das Frauen-Team habe in der Vergangenheit das Angebot abgelehnt, gemäß den gleichen Strukturen wie das Männer-Team bezahlt zu werden, wonach die Männer etwa spielegebunden entlohnt würden. Insofern könnten sie nun nicht argumentieren, was sie auf Basis dieser Bezahlstruktur bekommen hätten. Rapinoe widersprach dieser Darstellung: „Der Vertrag der Männer wurde uns nie angeboten und ganz sicher nicht die gleiche Menge Geld“, betonte sie.

          Über die Vorwürfe, dass sie schlechtere Reisebedingungen und medizinische Unterstützung als ihre männlichen Kollegen genießen, soll es allerdings im kommenden Monat zu einer Verhandlung kommen, entschied das Gericht.

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