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Supercup im Corona-Gebiet : „Die Organisation lief reibungslos“

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Gute Laune im Risikogebiet: Münchner Fans im Stadion von Budapest beim Supercup. Bild: EPA

Obwohl Budapest ein Corona-Risikogebiet ist, sind beim Supercup mit dem FC Bayern mehr als 15.000 Fans im Stadion. Die Uefa sagt, dass alles bestens ablief. Das sehen manche Beobachter anders.

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          Nach dem umstrittenen Pilotprojekt beim Supercup-Sieg des FC Bayern München über den FC Sevilla will die Uefa vermutlich noch in der kommenden Woche eine Entscheidung über künftige Fan-Regularien treffen. Rund um die Auslosung zur Champions League am Donnerstag in Nyon könnte demnach entschieden werden, ob auch in der Fußball-Königsklasse und in den anstehenden Länderspielen im Oktober wieder Zuschauer Zutritt zu den Stadien bekommen, hieß es am Freitag aus Verbandskreisen. Eine Festlegung müsste das Exekutivkomitee in einer Video-Konferenz treffen.

          „Die Organisation lief reibungslos“, teilte die Uefa am Freitagabend mit. Die Zuschauer hätten die Vorsichts- und Sicherheitsmaßnahmen akzeptiert und die Hygiene-Vorschriften befolgt, hieß es in einer Mitteilung einen Tag nach der Partie in der Puskas Arena von Budapest. Man werde nun mit dem ungarischen Fußballverband und den lokalen Behörden die verschiedenen Aspekte der Organisation prüfen.

          Trotz Kritik hatte die Europäische Fußball-Union die Partie im Corona-Hotspot vor rund 15.500 Zuschauern veranstaltet. Viele Münchner Anhänger hatten nach eindringlicher Warnung von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder wegen der Pandemielage auf die Reise nach Ungarn verzichtet. „Wir haben uns gefreut, wieder eine echte Fußballatmosphäre zu spüren, und es zeigt einmal mehr, dass die Fans der Lebensnerv des Spiels sind und dass der Fußball dank ihrer Leidenschaft und Unterstützung so großartig ist“, sagte die Uefa.

          Von der Entscheidung der Uefa ist auch abhängig, ob die deutsche Fußball-Nationalmannschaft erstmals seit November 2019 wieder vor Zuschauern spielen kann. Nach einem Test gegen die Türkei am 7. Oktober in Köln stehen die Partien der Nations League am 10. Oktober in Kiew gegen die Ukraine und am 13. Oktober wiederum in Köln gegen die Schweiz an. Der DFB würde für die Heimspiele wohl einige Tausend Karten verkaufen wollen, sofern es die Genehmigung der Uefa und der letztlich entscheidenden lokalen Behörden in Köln gibt.

          Nach ungarischen Medienberichten wurden beim Supercup in Budapest im Stadion die Sicherheitsvorkehrungen allerdings nicht immer und nicht durchgehend eingehalten. Auf den Zuschauerrängen wurden die Abstände in der Verlängerung nicht immer eingehalten, berichtete die Online-Ausgabe der Tageszeitung „Nepszava“.

          Bedenklich soll das Gedränge vor den Eingängen gewesen sein, wo viele Fans vor deren Öffnung noch ohne Maske dicht an dicht standen, schrieb die Zeitung. Die Regierungszeitung „Magyar Nemzet“ berichtete hingegen, dass sich auf den Rängen im Verlauf des Matches keine Fan-Gruppen in nennenswerter Stärke zusammengerottet hätten.

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