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Uefa-Präsidentschaft : Platini fordert Johansson heraus

  • Aktualisiert am

Konkurrenten: Michel Platini tritt gegen Lennart Johansson an Bild: AP

Der anstehende Wahlkampf von Michel Platini gegen Amtsinhaber Lennart Johansson um den Präsidentenposten der Europäischen Fußball-Union Uefa dürfte den Verband in den kommenden Monaten vor eine Zerreißprobe stellen.

          Die offizielle Kandidatur von Michel Platini um den Präsidentenposten der Europäischen Fußball-Union (Uefa) hatte nur noch formellen Charakter, doch der anstehende Wahlkampf dürfte die Uefa in den kommenden Monaten vor eine Zerreißprobe stellen.

          Am 25./26. Januar 2007 kommt es auf dem Kongreß in Düsseldorf zu einer Kampfabstimmung zwischen Platini und Amtsinhaber Lennart Johansson. Am Montag hatte der französische Verbandspräsident Jean-Pierre Escalettes der Uefa in einem Brief die Kandidatur Platinis offiziell mitgeteilt. Platini, 51 Jahre alt, ging in den letzten Wochen bereits auf Konfrontationskurs zum 25 Jahre älteren Schweden: „Es liegt jetzt an den nationalen Verbänden, ob sie jemanden wählen wollen, der für die Zukunft steht, oder jemanden, der die Vergangenheit repräsentiert“, sagte er.

          „Der Fußball muß allumfassend, universell bleiben“

          Bereits 1998, als der Schwede Johansson gegen Joseph Blatter um die Fifa-Präsidentschaft kämpfte, setzte sich Platini vehement für den Schweizer ein. Am 15. März 2005 hatte Platini seine Kandidatur angekündigt und in der Folgezeit an seinem Profil gefeilt. Der Franzose scheut Konfrontationen nicht. Der dreimalige Fußballer des Jahres in Europa (1983, 1984, 1985) legte sich auch mit den Topklubs an. „Ich zeige dem Fußball eine Richtung auf. Wenn Europas Verbände eher den Interessen des Profi-Fußballs zuneigen sollten, akzeptiere ich das. Aber ich will eine Alternative aufgezeigt haben. Das bin ich dem Fußball schuldig.“

          Seine Pläne mit einer Reform der Champions League hat Platini inzwischen wieder revidiert. Dennoch präsentiert er sich ganz als Romantiker des Fußballs - zum Unwillen der G14, dem Zusammenschluß der mächtigsten Vereine: „Der Fußball muß Fußball bleiben, also allumfassend, universell. Es kann nicht sein, daß die Bayern immer nur gegen Juve, Milan, Real und Barcelona spielen. Sie müssen auch mal wieder nach Malta, Zypern oder Weißrußland.“

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