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Uefa-Pokal : Nürnberg holt wichtigen Punkt in St. Petersburg

  • Aktualisiert am

Doch noch einen Punkt mitgenommen: Engelhardt (r.) und seine Nürnberger Bild: dpa

Vielleicht ist dieses Unentschieden in der Endabrechung noch Gold wert. Der 1. FC Nürnberg kam in der Gruppenphase des Uefa-Pokals zu einem glücklichen 2:2 bei Zenit St. Petersburg. Angelos Charisteas und Joker Leon Benko trafen für die Franken.

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          „Joker“ Leon Benko hat dem 1. FC Nürnberg im Eisschrank des ausverkauften Petrowski-Stadions die Hoffnung auf ein Überwintern im Uefa-Pokal erhalten. Der gerade erst eingewechselte Kroate sicherte dem deutschen Pokalsieger am Donnerstag mit seinem Treffer in der 83. Minute das 2:2 (1:0) beim frisch gekürten russischen Fußball-Meister Zenit St. Petersburg und bescherte den Franken damit den ersten Punkt in der Gruppe A.

          Vor 21.500 Zuschauern hatte Angelos Charisteas (25.) die Franken mit einem Glückstor in Führung gebracht, doch in der Schlussphase drehten Pawel Pogrebnjak (75.) und Alexej Ijonow (78.) den Spieß um. „Das Spiel war eigentlich fast weg, umso schöner, dass wir aus einer Standardsituation noch den Ausgleich gemacht haben“, freute sich Trainer Hans Meyer. Mit einem Erfolg am kommenden Mittwoch gegen AZ Alkmaar kann der „Club“ nun sogar die Weichen für das Weiterkommen stellen. Doch zunächst steht für die abstiegsbedrohten Nürnberger in der Bundesliga das Kellerderby beim MSV Duisburg an.

          Misimovic als auffälligster Nürnberger Spieler

          „Es gibt wichtigere Dinge für uns als diesen Uefa-Pokal“, hatte Trainer Hans Meyer vor dem Spiel noch einmal klar gemacht, dass die Liga absolute Priorität genießt. Dennoch gingen die Nürnberger bei Temperaturen um minus fünf Grad respektlos und selbstbewusst in das Duell mit den Russen, denen die fehlende Spielpraxis nach dem Ende der Meisterschaft vor drei Wochen kaum anzumerken war.

          Doch noch einen Punkt mitgenommen: Engelhardt (r.) und seine Nürnberger Bilderstrecke

          Meyer hatte in seinem 74. Europapokalspiel jene Elf aufgeboten, die am Sonntag mit 2:0 gegen Borussia Dortmund ihre Talfahrt gestoppt hatte. Damit blieb auch Iwan Saenko in seiner Heimat zunächst draußen und musste Nicky Adler den Vortritt lassen. Auffälligster Nürnberger Akteur war Zvjezdan Misimovic, der im Mittelfeld unermüdlich ankurbelte und viel Spielübersicht verriet.

          Charisteas trifft mit St. Petersburger Unterstützung

          Eine Viertelstunde lang diktierte das Team von Dick Advocaat Tempo und Rhythmus der Partie, doch nachdem Pogrebnjak aus abseitsverdächtiger Position die Führung für Zenit vergeben hatte, wurde der „Club“ mutiger. Bei einer Direktabnahme von Marek Mintal (22.) deutete der Bundesliga-16. erstmals seine Gefährlichkeit an.

          Drei Minuten später dann gelang Charisteas mit Unterstützung von Zenit-Abwehrspieler Nicolas Lombaerts die glückliche Führung. Der Belgier fälschte den Schuss des griechischen Europameisters zur Bogenlampe ab, die sich über Torhüter Kamil Contofalsky, der auch keine glückliche Figur machte, ins Netz senkte.

          Torwart Blazek gerät immer mehr unter Beschuss

          Danach legte Zenit wieder einen Zahn zu und nahm das Tor von Miroslav Blazek unter Beschuss, der dabei nicht immer sicher wirkte und viele Bälle nach vorne abprallen ließ. Dass der 1. FCN den Vorsprung in die Pause retten konnte, hatte er vor allem der erneuten Abschlussschwäche von Pogrebnjak zu verdanken, der nach einem Patzer von Blazek frei vor dem Tor vergab (37.).

          Mit Chancen für St. Petersburg ging es auch im zweiten Durchgang weiter, in dem Saenko für mehr Torgefahr im „Club“-Angriff sorgen sollte. In der 55. Minute zielte Dominguez freistehend ans Außennetz des Nürnberger Tores. Bei einem Konter verpasste Mintal (69.) auf der Gegenseite den zweiten Treffer. „Das Ergebnis ist das Wichtigste. Wir haben einen kleinen Schritt gemacht und den ersten Punkt geholt. Die Jungs können stolz darauf sein. So kann es von mir aus weitergehen. Das ist gut fürs Selbstvertrauen“, sagte FCN-Sportdirektor Martin Bader.

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