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Uefa-Cup : Nürnberg ohne Tor vor schwerem Rückspiel

  • Aktualisiert am

Auch Marek Mintal brachte den Ball nicht ins Tor Bild: dpa

Dem 1. FC Nürnberg droht bereits in der ersten Runde des Uefa-Pokals das Ausscheiden. Bei seinem ersten Europacup-Auftritt seit 19 Jahren musste sich der deutsche Pokalsieger gegen Rapid Bukarest mit einem 0:0 zufrieden geben.

          Der 1. FC Nürnberg hat seinen Heimkomplex auch im Uefa-Pokal nicht bezwingen können und muss um den Einzug in die Gruppenphase bangen. 19 Jahre nach dem letzten Auftritt auf der europäischen Fußball-Bühne kam die Mannschaft von Trainer Hans Meyer am Donnerstagabend im Erstrunden-Hinspiel über ein 0:0 gegen Rapid Bukarest nicht hinaus.

          Die Chancenverwertung war erneut katastrophal, wobei sich besonders Europameister Angelos Charisteas allein mit vier krassen Fehlversuchen hervortat. Beim Rückspiel am 4. Oktober in der rumänischen Hauptstadt muss der DFB-Pokalsieger alles auf eine Karte setzen - sonst ist die lukrative Gruppenphase verpasst und die lukrative Reise durch Europa schon wieder vorbei. 1988 war der „Club“ gleich in der ersten Runde am AS Rom mit Rudi Völler gescheitert.

          Charisteas konnte seine Chancen nicht nutzen

          Trainer-Fuchs Meyer machte aus der Not wieder einmal eine Tugend und beorderte Kapitän Tomas Galasek in die Innenverteidigung, der formschwache Brasilianer Glauber musste auf der Bank Platz nehmen. Als einzige Sturmspitze sollte Charisteas vor 40.066 Zuschauern für Torgefahr sorgen: Ein Kopfball des Griechen in der 9. Minute - die erste Chance der Franken - segelte aber zwei Meter am Tor vorbei. Auf seine verletzten Torjäger Iwan Saenko und Robert Vittek musste Meyer in der wichtigen Partie verzichten.

          Hans Meyer steht mit seinen Nürnbergern vor einem schweren Rückspiel

          Im Duell der beiden Pokalsieger musste Rapid auf Stammtorhüter Danut Coman wegen eines entzündeten Muttermals verzichten. An Stelle des Nationalkeepers stand der Brasilianer Andrade im Tor, dessen Landsmann Cesinha bereits in der 2. Minute die erste Chance für die konterstarken Gäste hatte und Nürnbergs Torwart Jaromir Blazek danach auch mit einem 20-Meter-Schuss (10.) prüfte.

          Das erlösende 1:0 wollte nicht fallen

          Dampf machte jedoch nicht der Eisenbahner-Club aus Bukarest, sondern der bis zum Schluss couragiert aufspielende Bundesligist: Die Nürnberger spielten sich in der Schlussphase der ersten Halbzeit Chancen fast im Minuten-Takt heraus - das erlösende 1:0 wollte aber nicht fallen. Die größte Gelegenheit vor der Pause vergab der erneut glücklose und blasse Charisteas, der eine Flanke des Slowaken von Marek Mintal leichtfertig vergab (25.). Auch die dritte (63.) und vierte (84.) Großchance des Griechen an dem kühlen Abend war nicht von Erfolg gekrönt.

          Nach 37 Minuten hatte der „Club“ in der temporeichen und über weite Strecken sehenswerten Partie sogar Glück, dass er nicht in Rückstand geriet: Blazek entschärfte den Schuss des allein vor ihm auftauchenden Mihai Buga. Die vom Italiener Cristiano Bergodi bestens eingestellten Rumänen waren der erwartet schwere Gegner für den Bundesliga-15., der Sekunden vor der Pause fast noch getroffen hätte: In der Nachspielzeit vergaben Peer Kluge und Dominik Reinhardt gute Chancen zur Führung. Nach der Pause zielten Jan Christiansen (60.) und Zvjezdan Misimovic (77.) nur knapp am Tor von Andrade vorbei.

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