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Uefa-Cup : Leverkusen verliert 1:2 in Lens

  • Aktualisiert am

Castro und seine Leverkusener müssen im Rückspiel wieder aufstehen Bild: REUTERS

Bayer Leverkusen hat sich die Chance auf das Erreichen des Viertelfinales im Uefa-Pokal trotz einer Niederlage in Lens bewahrt. Die Mannschaft von Trainer Michael Skibbe verlor unglücklich mit 1:2. Torschütze Haggui sah die Gelb-Rote Karte.

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          Ausgerechnet Torschütze Karim Haggui hat Bayer Leverkusen im Kampf um den Einzug ins Viertelfinale des Uefa-Cups um eine bessere Ausgangsposition gebracht. Der Tunesier erzielte im Achtelfinal-Hinspiel beim 1:2 (0:1) gegen den RC Lens zwar das wichtige Auswärtstor zum 1:1 (51. Minute), verschuldete dann aber den entscheidenden Foulelfmeter des Siegtorschützen Daniel Cousin (70.) und sah die Gelb-Rote Karte.

          Olivier Monterrubio hatte die Franzosen am Donnerstagabend vor 29.200 Zuschauern im Stade Felix Bollaert in Führung gebracht (17.). Im Rückspiel am kommenden Mittwoch muss der Fußball-Bundesligaklub aus Leverkusen alles auf eine Karte setzen und unbedingt gewinnen.

          Leverkusen nutzt die Chancen nicht

          „Bis zu dem Elfmeter hatten wir das Spiel voll im Griff, deshalb bin ich auch für das Rückspiel optimistisch“, sagte Bayer-Trainer Michael Skibbe. „Die Chancen stehen immer noch 50:50.“ Auch Kapitän Carsten Ramelow war mit seinen Mannschaftskollegen trotz der knappen Niederlage zufrieden. „Wir haben alles gegeben und gefightet und Gott sei Dank kein drittes Tor bekommen. Für das Rückspiel rechnen wir uns noch ganz gute Chancen aus.“

          Seht her, ich war's: Monterrubio feiert sein Tor zum 1:0

          Fünf Tage nach dem 3:1 gegen den VfB Stuttgart wollte die Bayer den Schwung aus der Bundesliga mitnehmen - und sie setzte auch das erste Achtungszeichen: Unglücksrabe Haggui konnte die Chance aus Nahdistanz (2.) aber nicht nutzen. Bernd Schneider machte viel Druck im Mittelfeld, auch Sergej Barbarez war sehr agil. Das Spiel hatte in der Anfangsphase aber mehr Tempo als Klasse.

          Bayer-Trainer Michael Skibbe vertraute mit einer Ausnahme jener Anfangsformation vom Stuttgart-Spiel: Für den zuletzt Gelb-gesperrten Barbarez musste Paul Freier weichen. Torwart René Adler wurde nach zuletzt bravourösen Leistungen mit seinem Europacup-Debüt belohnt. Bei einem tückischen Fernschuss von Daniel Cousin (14.) bestand er seine erste Bewährungsprobe, drei Minuten später musste er sich aber geschlagen geben: Nach langem Pass des Brasilianers Hilton setzte Ballkünstler Monterrubio zu einem beherztem Solo an und überraschte Adler mit einem punktgenauen Heber aus 15 Metern.

          Fehlpässe vor der Halbzeitpause

          Bei Bayer war plötzlich der Spielwitz weg, dem Tabellen-Zweiten der französischen Eliteliga gab der Treffer dagegen Auftrieb. Sidi Keitas Fernschuss ging nur knapp über das Tor (25.), Lens blieb am Drücker und erspielte sich Vorteile. Gefährlich wurde es immer, wenn Aruna Dindane in Strafraumnähe auftauchte: Der Nationalspieler von der Elfenbeinküste erzielte bereits elf Liga-Tore. Sein wuchtiger Kopfball wäre fast zum 2:0 im Tor gelandet (38.).

          Doch der Bundesliga-Sechste kam gegen die keineswegs sattelfeste Abwehr der Franzosen immer wieder zum Zuge - größtes Manko der Werkself waren die Fehlpässe und die mangelnde Genauigkeit beim Abschluss. Die erste große Chance zum Ausgleich vergab Andrej Woronin, der nach Zuspiel von Tranquillo Barnetta das Tor bei einem Drehschuss aus acht Metern mit links nur knapp verfehlte (37.).

          „Wir spielen einen ansehnlichen Fußball und hatten unsere Chancen. So sattelfest ist Lens nicht - wir kriegen unsere Chance“, meinte Bayer-Sportdirektor Rudi Völler in der Halbzeitpause. Und die Chance kam: Die erste konnte Lens-Keeper Charles Itandje mit einer artistischen Reaktion noch abwehren (50.) - Haggui zielte beim nächsten Angriff genauer und markierte per Kopf den Ausgleich (51.). Im Gegenzug wäre Lens um ein Haar wieder in Führung gegangen, dann zerstörten das Hagguis Foul und das 2:1 durch Cousin alle
          Hoffnungen der Gäste auf ein verdientes Remis.

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