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Uefa-Cup : Hertha hofft nach Remis in Genua auf Geld

  • Aktualisiert am

Kopfsache: Genuas Bonazzoli und Niko Kovac Bild: dpa/dpaweb

Der in Finanznöte geratene Bundesligaklub aus Berlin darf auf zusätzliche Einnahmen hoffen: Nach dem torlosen Remis bei Sampdoria Genua fehlt Hertha BSC nur noch ein Punkt, um die Gruppenphase des Uefa-Cups zu überstehen.

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          Hertha BSC Berlin hat weitere Einnahmen auf internationaler Bühne dicht vor Augen. Der wirtschaftlich in einen Engpaß geratene Fußball-Bundesligaklub sicherte sich durch ein 0:0 bei Sampdoria Genua einen wertvollen Punkt in der Gruppenphase des UEFA-Pokals. Mit nunmehr fünf Zählern können die Berliner in zwei Wochen bereits mit einem Remis im letzten Heimspiel gegen Steaua Bukarest das Erreichen der K.o.-Runde endgültig sichern.

          „Der Punkt ist allemal verdient. Heute war vielleicht sogar etwas mehr drin für uns. Leider haben wir zu oft eigene Fehler im Aufbauspiel gemacht“, sagte Hertha-Trainer Falko Götz. Der Coach, der seinen Vertrag am Montag bis 2008 verlängert hatte, mußte auf die verletzten Dick van Burik, Pal Dardai, Oliver Schröder sowie den gesperrten Stürmer Marko Pantelic verzichten. Dagegen stand Niko Kovac trotz einer Fieberattacke am Dienstag in der Startelf. Auch Jungstar Kevin-Prince Boateng durfte bei Temperaturen von knapp über dem Gefrierpunkt abermals von Beginn an ran.

          Konzentriert und verbessert

          Hertha zeigte sich im Vergleich zum schwachen 0:0 gegen Lens vor einer Woche stark verbessert. Die Mannschaft begann konzentriert und erarbeitete sich deutlich mehr Spielanteile. Mit konsequentem Pressing eroberten sich die Berliner vor der Pause zahlreiche Bälle bereits auf Höhe der Mittellinie und zogen dann das Spiel geschickt in die Breite.

          Vor allem über die linke Seite mit Boateng und Yildiray Bastürk kurbelten die Gäste zunächst immer wieder das Offensivspiel an. Thorben Marx, der überraschend den Vorzug vor Ellery Cairo erhielt, hatte nach zehn Minuten die Führung auf dem Fuß. Doch seinen Linksschuß aus zwölf Metern parierte Genuas Schlußmann Luca Castellazzi. Auch der Brasilianer Marcelinho versuchte sich gleich mehrfach (7./9./24.), blieb aber zu unpräzise bei seinen Torschüssen. Die größte Berliner Möglichkeit der ersten Halbzeit vergab der türkische Nationalspieler Bastürk, der kurz vor der Pause mit einem Distanzschuß an Castellazzi scheiterte.

          Ständig um Entlastung bemüht

          Genua benötigte eine halbe Stunde, um ins Spiel zu kommen. Die meisten Angriffsbemühungen endeten zunächst an der Berliner Viererkette, in der Alexander Madlung vor dem Seitenwechsel nicht die beste Figur machte. Francesco Flachi war es, der nach 28 Minuten das Außennetz traf und für die bis dahin größte Gefahr für das von Christian Fiedler gehütete Hertha-Tor sorgte.

          Nach dem Wechsel tat Genua mehr für das Spiel und drängte die Berliner häufiger in deren eigenen Hälfte zurück. Abermals kam Flachi in aussichtsreicher Position zum Schuß, traf den Ball aber nicht richtig und zielte einen Meter am Tor vorbei (59.). Berlin bemühte sich aber ständig um Entlastung und versuchte, den Ball in den eigenen Reihen zu halten. Wiederum Bastürk hatte Herthas beste Gelegenheit (68.) nach dem Wechsel, doch er zog aus kurzer Distanz vorbei.

          Beste Spieler auf Seiten der Berliner waren Josip Simunic und der erneut selbstbewußt auftretende Boateng. Bei den Italienern verdienten sich Flachi und Kapitän Sergio Volpi die Bestnoten.

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